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Welfenprinz: "Gmunden ist für uns wie Heimat"

GMUNDEN. 130 Jahre Schloss Cumberland in Gmunden – Zum morgigen Symposium kommt auch Heinrich von Hannover.

Welfenprinz: "Gmunden ist für uns wie Heimat"

LPBZ-Cumberland-Direktor Brindl mit Albert und Heinrich von Hannover Bild: gary

Das Schloss Cumberland in Gmunden ist heuer 130 Jahre alt. Der vormalige Besitz des uralten Adelsgeschlechts der Welfen war einst Herrensitz und Kriegslazarett und ist heute eine Pflege- und Betreuungseinrichtung des Landes Oberösterreich. Morgen wird ab 16 Uhr im Festsaal des Schlosses in Anwesenheit von Landeshauptmann Josef Pühringer das Jubiläum mit einem Symposium gefeiert. Zu den Teilnehmern zählt ein hochrangiger Vertreter der früheren Eigentümerfamilie: der Göttinger Verleger Heinrich Prinz von Hannover (55), Urenkel des deutschen Kaisers Wilhelm II., der mit seinem Sohn Albert ins Schloss kam und dort den OÖNachrichten ein Interview gab.

 

Salzkammergut-Nachrichten: Die Adelstitel sind in Deutschland so wie in Österreich abgeschafft, wie ist die korrekte Anrede?

Heinrich Prinz von Hannover: Herr Hannover. Es gibt zwar noch Leute, die Königliche Hoheit sagen, aber im Großen und Ganzen nicht mehr.

Sie sind verwandt mit dem berühmten Ernst August?

Das ist mein älterer Bruder.

Ihre Familie hat einen engen Bezug zu diesem Haus hier, zu Schloss Cumberland.

Mehr oder weniger – ja. Aber seit die Prinzessin Thyra von Dänemark, die letzte Herzogin von Cumberland, 1933 verstorben ist, ist eigentlich der Bezug weg. Denn ihre Kinder lebten bereits in der Villa Weinberg – mein Großvater Ernst August mit seiner Familie lebte dort. Das Schloss war eigentlich nur noch für Herzogin Thyra. Ihr Mann Ernst August, der letzte Herzog von Cumberland, ist schon 1923 gestorben. Und Thyra lebte hier noch zehn Jahre als Witwe.

Der Grund Ihres Aufenthalts hier ist die 130-Jahr-Feier?

Ja, das haben wir als Anlass genommen. Aber wir sind öfter hier in Gmunden – drei-, viermal im Jahr.

Angeblich gibt es hier im Schloss einen Tresorraum, in dem sogar einmal die englischen Kronjuwelen gelagert waren. Stimmt das?

1837 endete die Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover. König Ernst August, der jüngere Bruder von Königin Victorias Vater, erbte Hannover als Thron. Damit gab es zwei eigene Königreiche: Hannover und England waren dann unabhängig voneinander. Victoria wurde Königin in England und Ernst August wurde König in Hannover. Es kam zu Streitigkeiten über Schmuck und über eine kleine Krone. Es heißt immer, das wären die englischen Kroninsignien gewesen, aber es waren so private Sachen, die immer nur für Hannover verwendet wurden. Und diese Sachen sollte Victoria ihrem Onkel Ernst August überreichen. Da hat sie sich aber geweigert und es gab richtig Ärger. Diese Schmuckstücke sind dann 1860 ausgehändigt worden, nachdem sich Victoria endlich dazu entschlossen hatte. Und die wurden hier vorübergehend aufbewahrt.

Sie haben zuerst gesagt, Sie seien drei-, viermal im Jahr in Gmunden. Was bedeutet diese Stadt und das Salzkammergut für Sie?

Wir sind hier aufgewachsen. Das ist für uns wie Heimat. Ich mag das Klima hier, und ich hab’ auch nichts gegen den Föhn, den es hier ja häufig gibt. Es ist sehr nett hier, und vor allem finde ich das Frühjahr und den Herbst hier schön. Der Sommer ist ja meistens verregnet (lacht). Es ist ja hier jetzt gerade immer noch nicht herbstlich. Wenn man rausschaut: alles grün.

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Artikel Gary Sperrer 13. Oktober 2016 - 02:15 Uhr
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