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Oberösterreich  > Salzkammergut

Tierschützer scheiterten an Ebenseer Jausenstation

EBENSEE. Der "Verein gegen Tierfabriken" scheiterte zuerst beim Kampf gegen den Vogelfang im Salzkammergut. Jetzt ging auch der Versuch in die Hose, am Offensee politisch korrekt zu jausnen. Was bleibt, ist Empörung.

Bratwürstel Lackinger Köttsdorfer Pilshofer Wegschaider Hackl Urfahrmarkt

Veganer würden Bratwürstel schon essen. Wenn der Wirt nur bereit wäre, die Wurst auszulassen.  Bild: Braun

Doktor Doktor Michael Balluch und das Salzkammergut – das wird nichts mehr. Der streitbare Obmann des Wiener „Vereins gegen Tierfabriken“ und seine MitkämpferInnen haben jahrelang versucht, den Menschen im Salzkammergut das Vogelfangen auszutreiben. Jetzt scheiterten sie auch beim Versuch, sich in Ebensee politisch korrekt zu ernähren. 

Auf Facebook zitiert der Tierschützer eine Vereinskollegin: „Wir waren am Samstag am Offensee im Offensee-Stüberl. Rundherum aßen zahlreiche Gäste Würste mit Gurkensalat, Kraut und Kartoffelsalat. Ich fragte, ob ich nur einen Salat haben könnte. Der Hüttenwirt meinte, nein, das geht nicht. Ich fragte, ob ich irgendetwas anderes Veganes haben könnte, zum Beispiel Kraut. Daraufhin antwortete er: ‚Du wüst mit oller Gewalt was erzwingen. Vegana kriagn bei uns nix.‘ Zum Schluss kam noch die Köchin und fragte, ob ich es nicht verstehen will. Ich bekäme hier nichts zum Essen. Ich war echt sprachlos.“

Augenzeugen haben den Konflikt allerdings anders in Erinnerung: So hätten sich die Veganerin und ihre Begleiter daran gestoßen, dass im Krautsalat Speck war und der grüne Salat mit Schafkäse garniert war. Zudem sollen sie lautstark geworden sein.

Ebenseer Wirte sind andererseits für ihre Bockigkeit bekannt. Der US-Milliardär Larry Ellison wurde vor neun Jahren in der Jausenstation Karbach nicht bedient, weil er es verabsäumt hatte, den Wirten zu grüßen. Der Tirolerwirt wiederum weigerte sich, seine Stammgäste im Gastgarten zu bitten, für zwei Landesräte Platz zu machen. Seine Begründung war nicht diplomatisch aber entwaffnend logisch: „Meine Stammgäste kommen jeden Tag. Ihr kommt sonst nie her.“ Während einer Fußballweltmeisterschaft heftete er einen Zettel an die Haustür, auf dem er deutsche Fans wissen ließ, sie seien bei ihm unerwünscht.

Der Veganer Michael Balluch beklagt sich auf Facebook nun bitter über die „Diskriminierung“ einer „ausgegrenzten Minderheit“. Wir hingegen raten: Nächstes Mal beim Tirolerwirt in Ebensee Essigwurst „aber bitte ohne Wurst“ bestellen. Und dann unbedingt die Reaktion des Wirten filmen!

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Artikel Edmund Brandner 29. Juni 2017 - 13:00 Uhr
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