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Salzkammergut

Sondermünze: Bad Ischl rüstet sich für 100. Todestag des Kaisers

Von Edmund Brandner   10. Dezember 2015 00:04 Uhr

Limitierte Sondermünze: Bad Ischl rüstet sich für 100. Todestag des Kaisers
SP-Bürgermeister Hannes Heide präsentierte gestern die Münzen.

BAD ISCHL. Stadtgemeinde legt für Sammler Silber- und Goldmünzen im Gedenken an den Kaiser auf.

Am 21. November 2016 jährt sich der Todestag von Kaiser Franz Joseph I. zum 100. Mal. Der runde Jahrestag wird in ganz Österreich Erinnerungen an den letzten großen Habsburger-Kaiser wachrufen.

In Bad Ischl, der Sommerresidenz des Monarchen, wird das Gedenkjahr naturgemäß besonders innig begangen. Und das schon seit gestern. Da präsentierte SP-Bürgermeister Hannes Heide gemeinsam mit Werner Oitzinger, Vorstand der Sparkasse Salzkammergut, eine Gold- und Silbermünze, die man anlässlich des runden Todestages in limitierter Stückzahl prägen ließ. Die Münzen tragen auf einer Seite das Porträt des Kaisers und auf der anderen eine Ansicht der Kaiservilla. Die Silbermünze ist (bei der Sparkasse Salzkammergut) für 49,90 Euro erhältlich, die Goldmünze kostet 949 Euro.

Einkaufen kann man damit allerdings nicht. "Es handelt sich um Sammlermünzen, deren Materialwert deutlich niedriger ist als der Kaufpreis", sagt Bürgermeister Heide. "Aber die Münzen dürften als Sammlerstücke durchaus an Wert gewinnen." Heide erinnert an eine privat herausgegebene Sonderbriefmarke anlässlich des Dalai-Lama-Besuches in Bad Ischl im Jahr 1998, die das tibetanische Exil-Oberhaupt mit einem Trachtenpärchen zeigt. "Die Marke kostete damals 2,50 Euro im Stückpreis und wird auf Ebay heute für bis zu 1500 Euro angeboten." Nachsatz: "Ich bekam damals einen ganzen Bogen geschenkt, finde ihn blöderweise aber nicht mehr."

Tourismusdirektor Robert Herzog ist überzeugt, dass die Münzen auch bei Touristen gut ankommen. "Speziell unsere treuen Stammgäste suchen oft auch wertvolle Souvenirs", sagt Herzog.

Es werden 1000 Silber- und 100 Goldmünzen geprägt, und diese Limitierung ist notariell beglaubigt. Heide rechnet damit, dass sie rasch vergriffen sind.

Dass die Bad Ischler Kaisertreue von manchen als schrullig empfunden wird, stört Heide nicht. "Manche Leute sagen ja, ohne den Kaiser würde es Bad Ischl nicht geben. Dabei ist es umgekehrt: Ohne Bad Ischl hätte es den Kaiser nie gegeben." Hintergrund: Die Mutter des Kaisers fuhr nach Bad Ischl auf Kur, weil sie bis dahin kinderlos geblieben war. Franz Joseph und seine Brüder wurden deshalb "Salzprinzen" genannt.

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