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Salzkammergut

SV Gmundner Milch vor Pleite gerettet

Von Edmund Brandner   16. Dezember 2015 05:54 Uhr

SV Gmundner Milch vor Pleite gerettet Sportliche Budgetdebatte in Gmunden
Der Gmundner Traditionsverein kämpft – und wird es schaffen.

GMUNDEN. Die Gemeinderäte beschlossen einen Sonderzuschuss für den geldklammen Fußballverein.

Bei einem Jahresbudget von 45,7 Millionen Euro sind 12.000 Euro ein Pappenstiel. Dennoch wurde ein Sonderzuschuss der Stadtgemeinde in dieser Höhe an den geldklammen SV Gmundner Milch am Montagabend im Gemeinderat heftig diskutiert.

Der Fußballverein hat sich finanziell überhoben. Die Obmannschaft von Christian Lausegger, so heißt es, hat sich für den Verein im Nachhinein als teuer herausgestellt. Inzwischen fährt der Traditionsverein ein hartes Sparprogramm, setzt konsequent auf den eigenen Nachwuchs und schlägt sich damit wacker in der OÖ. Liga. Trotzdem wurde es heuer finanziell eng.

Rund 50.000 Euro sollen Gmundner Wirtschaftsbetriebe zugeschossen haben. Von der Stadtgemeinde selbst kommen nicht nur die beschlossenen 12.000 Euro, sondern auch Vorausleistungen, um dem SV in der schwierigen Phase zu helfen. Der blau-weiße Verein verpflichtete sich, das Geld nur für die Nachwuchsarbeit zu verwenden.

Alle Gemeinderäte bis auf einen stimmten der Sonderzahlung zu. "Der SV Gmundner Milch leistet unschätzbare Arbeit für die Integration und trainiert 130 Kinder und Jugendliche", sagte VP-Bürgermeister und Sportstadtrat Stefan Krapf. "Das Geld ist sozialpolitisch gesehen gut investiert."

Nur Josef Sperrer, Fraktionsvorsitzender der Grünen, stimmte dagegen. "Das Geld fehlt dem Verein ja nicht wegen seiner Jugendarbeit", so Sperrer. "Die Situation ist schwierig, aber wir sollten kein falsches Signal setzen. Wie rechtfertigen wir das gegenüber anderen Vereinen?"

FP und BIG lehnen Budget ab

Der gesamte Budgetplan für 2016 wurde mit den Stimmen von VP, SP und Grünen beschlossen. Der Haushaltsentwurf von VP-Finanzstadtrat Thomas Höpoltseder sieht einen Schuldenabbau, mehr Rückstellungen und Investitionen von 4,6 Millionen Euro vor. Der größte Teil davon fließt in die Sanierung der Nikolaus-Lenau-Schule sowie des Polytechnikums.

FP und BIG lehnen das Budget vor allem deshalb ab, weil darin auch Zusatzkosten für den Bau der Stadt-Regio-Tram enthalten sind. "Ich vermisse einen finanziellen Beitrag der Umlandgemeinden", kritisierte FP-Gemeinderat Christian Fried.

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