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Niedrigster Wasserstand seit Langem führt zu Fischsterben in der alten Ager

VÖCKLABRUCK. Die extreme Trockenheit hat zu einem Fischsterben in einem Seitenarm der Ager geführt. Privatpersonen sind mit Keschern im Einsatz, um möglichst viele Fische zu retten.

Niedrigster Wasserstand seit Langem führt zu Fischsterben in der alten Ager

Unzählige Fischkadaver liegen im ausgetrockneten Flussbett der Ager-Restwasserstrecke. Bild: privat

"Das Problem ist, dass zu wenig Restwasser eingeleitet wird", erklärt Alois Köttl, Obmann des Fischereireviers Vöckla-Ager. Auslöser ist der minimale Wasserstand. "Wir haben den niedrigsten Pegel seit Jahrzehnten."

Ein Vöcklabrucker, der regelmäßig mit seinem Hund an der Ager unterwegs ist, schildert den OÖNachrichten, dass offensichtlich wegen eines Kraftwerksbaus eine Wehranlage der alten Ager "komplett geschlossen" wurde. "Es rinnt nur noch sehr wenig Wasser in die Ager, jeden Tag wird sie seichter."

Die Folge: Tausende Fische seien gefangen, darunter befinden sich laut Zeugen sogar kapitale Exemplare mit 50 Zentimetern Länge. Am Wochenende haben Privatpersonen an die 1000 Fische aus vier verbliebenen Schlammtümpeln geborgen. "Jetzt ist ein weiteres Becken von der Wasserversorgung abgeschlossen und voller Fische."

Fischerobmann Köttl relativiert: Die Restwasserstrecke sei elektrisch abgefischt worden, dennoch seien Fische in der alten Ager verblieben. Aber von einem massiven Fischsterben will er nicht sprechen. Die Situation sei der Behörde gemeldet worden. "Die tut nichts", bedauert Köttl.

Fuchsteufelswild ist eine Vöcklabruckerin, die dieses Fischsterben nicht akzeptieren will und bei mehreren Stellen angerufen hatte. Fischereiverband, Bezirkshauptmannschaft und Tierschutzverein Bezirk Vöcklabruck – niemand fühle sich zuständig, ärgert sich die Frau, keiner tue etwas. "Es kann nicht sein, dass die Viecher elendig zugrundegehen." Unterdessen sind wieder Privatpersonen mit Keschern im Einsatz, um möglichst viele der bedrohten Fische aus der alten Ager zu retten. Ihnen rennt die Zeit davon. "Noch immer sind unzählige Fische in den Tümpeln", schildert der OÖN-Leser. "Morgen werden sie alle tot sein."

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Artikel Gerhard Hüttner 14. September 2018 - 03:30 Uhr
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