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Salzkammergut

Mordfall Posch: Jetzt hilft nur noch "Kommissar Zufall"

Von Norbert Blaichinger   11. November 2016 05:48 Uhr

Beim Mord an Martina Posch hilft nur noch "Kommiss
Die Polizei sucht nach wie vor den Mörder von Martina Posch.

VÖCKLABRUCK. Vor 30 Jahren wurde die 17-jährige Vöcklabruckerin ermordet, seither sucht die Polizei nach dem Täter.

30 Jahre sind seit dem Mord an der 17-jährigen Martina Posch vergangen. Die Polizei sucht nach wie vor nach dem Täter. Das Mädchen dürfte am 12. November 1986 am frühen Morgen (zwei Stunden nach Verlassen des Hauses) getötet worden sein. Für ihre Mutter offenkundig hatte sie ihr Elternhaus um 6.40 Uhr verlassen, um zu ihrer Arbeitsstelle nach Attnang-Puchheim zu kommen. Den Bus um 6.45 Uhr benutzte sie jedoch nicht, sondern dürfte von jemandem mitgenommen oder abgeholt worden sein.

Leiche lag im Mondsee

Seltsam: Im Kalender an ihrem Arbeitsplatz findet sich für den 12.11.1986 ein Eintrag "Urlaub". Ihr Freund (der als Täter nicht in Frage kommt) wusste jedoch nichts von diesem Urlaubstag seiner Freundin. Er war es auch, der eine Suchaktion privat und mit Hilfe der Polizei startete.

Zehn Tage später wird Martina Posch von zwei Tauchern im seichten Wasser an der Kienbergwand des Mondsees entdeckt. Die Leiche ist in eine grüne Plastikplane gehüllt, die mit einem rostigen Draht umwickelt ist. Warum liegt die Vöcklabruckerin tot im Mondsee? Warum an dieser Stelle? Die zweite Frage lässt sich vielleicht beantworten. Gleich neben der Auffindungsstelle ist das Wasser 80 Meter tief, und Martina wäre wohl kaum jemals gefunden worden. Der Täter hat also möglicherweise in der Dunkelheit die falsche Stelle erwischt, um Martina für immer verschwinden zu lassen.

Wer war im Besitz der grünen Plastikplane, hergestellt von der Lenzing AG, in die die Leiche eingewickelt war? Warum hat Martina einen "Urlaubstag" auf ihrem Kalender vermerkt und ihrem Freund nichts davon gesagt? Martina hatte bei den Fahrkartenabrechnungen für ihre Firma manchmal getrickst. Sie verrechnete Fahrkarten von Strecken, die sie gar nicht benutzt haben konnte. Deshalb musste sie sporadisch eine andere Mitfahrgelegenheit gehabt haben. Mit wem? Die Leiche lag längstens vier Tage im kalten Mondsee. Vorher muss sie irgendwo "zwischengelagert" gewesen sein. Vielleicht in einer Garage oder einem Heustadel. Aber wo?

Martina Posch wurde nicht mit beiden Händen erwürgt, sondern eher durch Drücken mit einem Unterarm auf ihren Kehlkopf. Weiters dürfte sie mehrere Schläge auf den Kopf bekommen haben. Dies könnte auf die Abwehr von Zudringlichkeiten eines abgewiesenen Liebhabers hinweisen.

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