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Salzkammergut

Modellbahn-Schenkung droht von Mondsee nach Ampflwang zu wandern

Von Norbert Blaichinger   26. März 2015 00:04 Uhr

Modellbahn-Schenkung droht von Mondsee nach Ampflwang zu wandern
Der geschäftsführende Heimatbundobmann Herbert Riesner: "Langsam werde ich müde."

MONDSEE. Die Situation rund um die mögliche Errichtung eines Modelleisenbahnmuseums neben dem bestehenden Salzkammergut-Lokalbahnmuseum wird immer kurioser.

Nachdem die teils sehr wertvollen Modelle per Notariatsakt vom 26. 1. 2005 und Schenkung nach Mondsee gewandert waren, das Museum (abgesichert durch einen Gemeinderatsbeschluss) errichtet werden sollte und der Bau nach der Fundamentierung angeblich wegen eines nicht vorhandenen Betriebskonzeptes seitens des Heimatbundes eingestellt worden war, droht nun neues Ungemach.

Mit Schreiben vom 19. 2. 2015 an den Heimatbund schreibt die Vorbesitzerin von einem Interesse des Museums in Ampflwang für die Modelle. In Mondsee hingegen sehe sie "weit und breit keine fachkundigen Leute, welche die Exponate betreuen könnten". In den Raum gestellt wird auch eine mögliche Zusammenarbeit mit Ampflwang, mit der "Teile der Sammlung temporär" nach Mondsee kommen könnten.

Der das Modellbahnmuseum planende Architekt Johannes Pfeffer bringt die derzeitige Situation auf den Punkt: "Wir bekennen uns zum Museum, wissen aber nicht, wie es weitergeht." Möglicherweise weiß das derzeit niemand. Was natürlich auch Taktik sein könnte, denn offiziell ist man für das Museum, gemauschelt wird aber ganz anders. Faktum ist, dass bereits mehr als 200.000 Euro in das Museumsfundament investiert worden sind.

Herbert Riesner, geschäftsführender Obmann des Heimatbundes Mondsee, hat für die Zurücknahme kein Verständnis: "Ich glaube, laut Notariatsakt kann die Schenkung gar nicht zurückgenommen werden", sagt er auf Anfrage der OÖNachrichten. Die Sache hat aber noch eine andere Facette: "Ich bin müde, ich will nicht mehr streiten." Es sei mühsam, bei guten Projekten zusätzlich immer gegen unsichtbare Gegner ankämpfen zu müssen, sagt Riesner. Da klingt bei dem 73-Jährigen, der über einen ungeheuren Fundus an historischen Fotos und Filmen verfügt, ein möglicher Schwenk in seiner weiteren Lebensplanung mit.

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