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Salzkammergut

Köppl: "Lacus Felix hat nichts mit Rücktritt zu tun"

Von Edmund Brandner   17. November 2014 11:58 Uhr

Heinz Köppl
Heinz Köppl

GMUNDEN. VP-Bürgermeister Heinz Köppl hat nach 17 Jahren im Amt überraschend seinen Rücktritt erklärt. Sein Nachfolger wird Sportreferent und HAK-Lehrer Stefan Krapf (42).

Flankiert war Bürgermeister Heinz Köppl bei seiner Rücktrittserklärung von VP-Fraktionsobmann Thomas Höpoldseder und Vize-Bürgermeister Gottfried Schrabacher, der interimistisch die Parteiführung übernimmt. Die Frage, wer Parteiobmann wird, ist noch offen. Entschieden werden soll das auf einem Parteitag im Frühjahr.

Stefan Krapf (42), bisher Sportreferent der Stadt Gmunden und Lehrer für Deutsch und Französisch an der HAK Gmunden, wird neuer Bürgermeister. Er soll bei einer Sondergemeinderatssitzung nächsten Donnerstag (27. November) gewählt werden. Seine Wahl ist eine sichere Sache, da die ÖVP im Gmundner Gemeinderat mit einer Stimme die absolute Mehrheit hat.

Köppl selbst sagt: "Ich gehe aus freien Stücken, weil ich keine sieben Jahre mehr durchhalte. Mir geht schön langsam die Kraft aus. Es ist Zeit für einen Generationswechsel." Hinter vorgehaltener Hand heißt es aber, es habe Druck von der Landesebene gegeben und ein Rücktritt sei ihm nahegelegt worden. Unter anderem wegen des gescheiterten Hotelprojekts "Lacus Felix". Köppl selbst betont: "Mit dem Hotel hat das überhaupt nichts zu tun. " Allerdings hatte er in der Vergangenheit sein eigenes politisches Schicksal eng an das des Hotels geknüpft.

Die Pressekonferenz in der Nachlese:

13.28 Uhr: Die Pressekonferenz endet.

13.27 Uhr: Auf eine Frage nach einer möglichen Spaltung in der Bevölkerung antworten Köppl: "Es gibt keine Spaltung. Ich bin überzeugt, dass 90 Prozent der Bevölkerung für das Hotel sind."

13.25 Uhr: "Ich verspüre Wehmut, aber auch Freude, dass ich die Kraft gehabt habe und nicht mehr nach dem Terminkalender leben muss. Ich habe meiner Familie viel abverlangt."

13.24 Uhr: Köppl klagt über anonyme Anpatzungen: "Das hätte es vor 25 Jahren noch nicht gegeben. Aber da brauchst eine dicke Haut, gute Nerven und eine gute Familie. Wichtig ist, immer das Ohr beim Bürger zu haben."

13.20 Uhr: Köppl: "Was mir wehgetan hat, waren die Anzeigen der Grünen wegen Amtsmissbrauch - an denen aber nichts dran war."

13:17 Uhr: "Wir hatten immer geordnete Finanzen und ein ausgeglichenes Budget."

13:15 Uhr: Weitere Erfolge seien die Errichtung von 25 Kinderspielplätzen, Revitalisierung des Kapuzinerklosters, Seilbahn, dass es keinen Rückgang der Bevölkerung gibt, weil leistbares Wohnen in Gmunden möglich ist und die Bewältigung der Gschliefgraben-Katastrophe 2007/08

13:09 Uhr: Köppl sieht als größte Erfolge die Frequenz in der Innenstadt, wo gute Weichen gestellt wurden: "Ich habe befürchtet, dass diese Frage gestellt wird". Gmunden solle auch in Zukunft weiter auf den Tourismus setzen.

13.08 Uhr: Köppl will sich künftig mehr seinem Leben widmen und ist überzeugt, dass Krapf ein guter Bürgermeister sein wird.

13.06 Uhr: Köppl betont die stets große Zustimmung zu seiner Person aus der Bevölkerung und verknüpft seinen Abgang nicht mit dem fehlgeschlagenen Hotelprojekt.

13.03 Uhr: Krapf ist bei der Pressekonfernez nicht da. Er will sich erst bei seiner Wahl am 27. November erklären.

13.01 Uhr: Köppl nennt seinen Nachfolger: Stefan Krapf, Sportreferent der Stadt Gmunden

12.58 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. Köppl liest aus einer vorbereitete Stellungnahme vor. Nach langer Bedenkzeit verzichtet er auf eine weitere Periode

Rücktrittserklärung Köppl

(zum Vergrößern anklicken)

Der 62-Jährige ist seit 1997 im Amt, in seine Ära fiel die Gschliefgraben-Katastrophe ebenso wie der tragische Selbstmord des Stadtamtsdirektors Robert Hametner. Zuletzt hatte Köppl sein politisches Schicksal mit der Verwirklichung des Seehotels Lacus Felix verknüpft. Doch zehn Monate vor der Wahl steckt dieses Projekt nach wie vor fest, und die Volkspartei braucht einen personellen Neubeginn, wenn sie bei der Wahl im September 2015 nicht abgestraft werden will.

 

 

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