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KWG setzt auf Regionalität, nicht auf Rabattschlacht

SCHWANENSTADT. Peter J. Zehetner (32) ist neuer Geschäftsführer des kleinen Energieversorgers KWG.

KWG setzt auf Regionalität und macht Rabattschlacht um Kunden nicht mit

Peter Zehetner (l.) folgt Franz Stöttinger als KWG-Geschäftsführer nach. (KWG) Bild: Pucher Michaela

"Wir wollen die Position als Energie-Nahversorger in der Region stärken", gibt Peter J. Zehetner, neuer Geschäftsführer von Kraftwerk Glatzing-Rüstorf (KWG), als Ziel aus. Dazu gehöre es, sich etwa auch in Schwanenstadt als Stromanbieter zu positionieren.

Der 32-jährige Zehetner hat mit Anfang März die Geschäftsführung des regionalen Energieversorgers übernommen. Er folgt Direktor Franz Stöttinger nach, der nach 37 Jahren in der Geschäftsführung demnächst den Ruhestand antritt.

Den zunehmenden Wettbewerb um die Endkunden sieht Zehetner als die Herausforderung im Strommarkt. "Zuletzt sind viele Unternehmen aus Deutschland in den österreichischen Markt eingestiegen und liefern sich eine Rabattschlacht. Da wollen wir nicht mittun." Er sieht KWG als starkes regionales Unternehmen, das beim Kunden mit Strom aus Wasserkraft und gutem Service punkten will. Ein Ausbau der Wasserkraft sei derzeit wegen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht realisierbar, erklärt Zehetner. Das gelte auch für andere Kraftwerke: "Windkraftwerke oder Photovoltaikanlagen im großen Stil zahlen sich derzeit nicht aus", sagt er im Gespräch mit den OÖNachrichten.

Der Linzer Zehetner absolvierte Masterstudien in Informatik, Informatikmanagement und europäischer Energiewirtschaft und ist zertifizierter Projektmanager. Er begann seine Karriere in der Energiewirtschaft bei einem großen internationalen Pipelineprojekt und ist nach Zwischenstationen in der Managementberatung nun für die kaufmännische Leitung und Weiterentwicklung von KWG verantwortlich. Seit November lebt Zehetner in Schwanenstadt.

"In der Zeit unter Direktor Stöttinger wurde KWG zu einem attraktiven regionalen Unternehmen ausgebaut", würdigt Wolfgang Stadlmayr, Obmann und Vorsitzender des Vorstandes der Genossenschaft. Sechs Kleinwasserkraftwerke entlang der Ager sichern den Strom für die Versorgung von 4500 Kunden. Das KWG-Verteilnetz mit über 100 Trafostationen und einer Leitungslänge von 500 Kilometern umfasst 24 Gemeinden auf einer Fläche von 125 Quadratkilometern. (gh)

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Artikel 17. März 2016 - 00:04 Uhr
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