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Gmundner Sammler brachte einen Schatz in seine Heimatstadt zurück

GMUNDEN. Der Gmundner Ernst Grabner ist einer der angesehensten Kenner und Sammler keramischer Kunst Österreichs.

Gmundner Sammler brachte einen Schatz in seine Heimatstadt zurück

Ernst Grabner vor einem Teil der einzigartigen Keramik-Sammlung Bild: gary

Unlängst gelang es dem Besitzer von rund 500 bedeutsamen einschlägigen Exponaten, die bis ins frühe 18. Jahrhundert zurückreichen, die Sammlung aus dem Besitz der Familie König-Hollerwöger und damit 500 weitere wertvolle Keramik-Kunstwerke anzukaufen und damit an ihren Herstellungsort Gmunden zurückzuholen.

Was Grabner nun möchte, ist, diesen seltenen, einzigartigen Schatz keramischer Kunst auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die Stadtgemeinde Gmunden bräuchte dazu bloß einen ebenso einzigartigen Raum im Stadtzentrum anzumieten, um diese wunderbaren Schaustücke auszustellen. Dafür arbeitet Grabner derzeit.

"Die Sammlung König war für Gmunden bereits verloren", sagt der seit 50 Jahren aus Leidenschaft tätige Sammler. Ein Auktionshaus habe die Exponate bereits angekauft und wollte eine Spezialauktion durchführen. Doch dann habe das Bundesdenkmalamt das Ganze in Wien zur Begutachtung ausgegeben und sei zum Schluss gekommen, dass die Sammlung einzigartig sei und weder ins Ausland verbracht noch geteilt werden dürfe. Grabner: "Für ein Auktionshaus ist das ein Kahlschlag, wenn die Objekte nicht einzeln versteigert werden dürfen."

Er, so Grabner, habe diese Sammlung jedoch bereits seit 20 Jahren gekannt und sei im Haus König ein- und ausgegangen. "Die bedeutendsten Werke habe ich nun vom Auktionshaus ankaufen können. Und mir als Sammler hat es eine wahnsinnige Freude bereitet, sie nach Gmunden zurückgebracht zu haben. Keinem Sammler macht es eine Freude, wenn sein Lebenswerk zerstreut wird, und ich möchte, dass dieses – mein – Lebenswerk beisammen bleibt."

Grabner würde nunmehr auf einer Fläche von mehr als 200 Quadratmetern in seinem Haus in der Theatergasse die Räumlichkeiten – sogar behindertengerecht – zur Verfügung stellen, um daraus ein kleines Museum zu machen. "Für Gmunden", wie der 71-Jährige betont. "Man könnte hier auch Schwerpunkte machen – Formen, Zeiträume usw. Auch Gemälde. Ich würde das alles zur Verfügung stellen."

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Artikel Gary Sperrer 12. Oktober 2018 - 01:23 Uhr
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