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Fusionsgespräche: Skigebiete Rußbach und Annaberg könnten an Gosau gehen

GOSAU. Zwischen Oberösterreich und Salzburg laufen die Verhandlungen "auf höchster Ebene".

Fusionsgespräche: Skigebiete Rußbach und Annaberg könnten an Gosau gehen

Das Skigebiet Dachstein West steht vor Entscheidungen, die für den Tourismus weitreichend sind. Bild: APA

In den beiden kleinen Salzburger Skiorten Annaberg und Rußbach, die durch eine Skischaukel bereits mit den Gosauer Bergbahnen verbunden sind, wird laut über eine echte Fusion mit den Oberösterreichern nachgedacht.

Bereits jetzt bilden Annaberg, Rußbach und Gosau gemeinsam das Skigebiet Dachstein West. Doch der Gosauer Teil gehört der Dachstein Tourismus AG, an der zu 78 Prozent das Land Oberösterreich beteiligt ist. Das Bundesland Salzburg hingegen ist auf seiner Seite nur still beteiligt. Das Sagen haben private Eigentümer – nicht zuletzt der Salzburger Raiffeisenverband.

Investitionsstau in Salzburg

Doch während auf oberösterreichischer Seite durch die Politik in den vergangenen Jahren Millionen investiert wurden – unter anderem in Beschneiungsanlagen – drohen die Salzburger den Anschluss zu verpassen. Hinter den Kulissen werden auf der anderen Seite der Landesgrenze deshalb mehrere Varianten diskutiert, die das Überleben des Skigebietes dauerhaft sichern sollen.

Laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" legte Peter Schröcksnadel ein Übernahmeangebot für die Salzburger Liftgesellschaft vor. Dass es angenommen wird, gilt aber als unwahrscheinlich.

Variante zwei wäre die komplette Machtübernahme in Annaberg und Rußbach durch Raiffeisen oder der Snow Space Salzburg (wo auch Raiffeisen am Ruder sitzt).

Die dritte und logischste Variante wäre hingegen eine echte Fusion mit Gosau. Der Vorteil dabei: Damit würde eine schlagkräftige große Einheit unter einer Führung entstehen. Laut Annabergs VP-Bürgermeister Sepp Schwarzenbacher laufen darüber bereits Verhandlungen "auf höchster Ebene" – sprich: zwischen den VP-Landeshauptmännern Thomas Stelzer und Wilfried Haslauer.

Schwarzenbacher will nicht in die Situation anderer kleiner Skigebiete kommen, die mangels Investitionskraft im Konkurrenzkampf mit großen Destinationen nicht untergehen. Aus dem gleichen Grund wäre man auch im Gosautal froh, auf der anderen Seite der Bischofsmütze Partner mit Zukunft zu haben. "Wir sind für alle Gespräche offen und stehen Gewehr bei Fuß", sagt Alfred Bruckschlögl, Vorstandsdirektor der Dachstein Tourismus AG. "Zuerst müssen sich aber unsere Salzburger Partner einig werden, wie sie ihre Zukunft gestalten wollen."

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Artikel Edmund Brandner 02. August 2018 - 03:26 Uhr
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