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Salzkammergut

Fischereiverein pachtet Langbathsee

Von Edmund Brandner   13. Mai 2014 00:04 Uhr

Langbathsee?
Der Fischereiverein Salzkammergut möchte den Bestand an Seesaiblingen erhöhen, deshalb werden regelmäßig Jungfische eingesetzt.  

EBENSEE. Verjüngung: Um den idyllischen Bergsee am Fuß des Höllengebirges zu einem Paradies für Angler zu machen, bringt der Fischereiverein Salzkammergut den Bestand auf Vordermann.

Im Vorjahr wurde unter der Schirmherrschaft des Österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereines, der unter seinem Dach 68 Vereine mit insgesamt 15.000 Mitgliedern vereint, der Fischereiverein Salzkammergut gegründet. Der junge Angelsportverein pachtete zunächst die Ebenseer Traun auf einer Strecke von 7,5 Kilometern. Jetzt übernahmen die rund 60 Mitglieder auch den Vorderen Langbathsee. Zuvor hatte die Firma MUKI das Ebenseer Fischgewässer von den Bundesforsten gepachtet.

Die Sportangler haben allerdings ein ambitioniertes Ziel: Sie möchten den kleinen Gebirgssee zu einem der attraktivsten Gewässer im Salzkammergut machen. Und dazu bringen sie jetzt den Fischbestand auf Vordermann. In den vergangenen Tagen setzten die Mitglieder Hunderte Seesaiblinge ein. Sie stammen aus den Brutanlagen der Bundesforste-Fischerei am Grundlsee und am Altausseer See.

Um die Entwicklung des Fischbestandes genau beobachten zu können, wurden die ein Jahr alten Besatzfische von Experten vor dem Einsetzen mit einer roten Linie über den Augen markiert. Die Angler sind angehalten, markierte Fische in ihrer Fangstatistik zu vermerken.

„Früher ein Salmonidensee“

Im Langbathsee gibt es schon jetzt einen großen Artenreichtum. Neben Seesaiblingen stehen Karpfen, Seeforellen sowie Bach- und Regenbogenforellen im Wasser. Und zum Bedauern der Fischer auch Hechte. „Eigentlich wäre der Langbathsee ein Salmonidensee, in dem der Hecht gar nichts verloren hat“, sagt Karl Reisenbichler, Obmann des Fischereivereins Salzkammergut. „Aber irgendjemand hat vor Jahren Hechte eingesetzt. Es muss sich um einen Bosheitsakt gehandelt haben.“ Weil der große Raubfisch den Fischbestand dezimiert, freut sich Reisenbichler über jeden gefangenen Hecht. „Aber wir werden den Hecht trotzdem nicht mehr los“, sagt der Angler.

Laufende Nachbesetzungen

Reisenbichler kündigt an, auch in den nächsten Jahren immer wieder Jungfische einsetzen zu wollen. Der Langbathsee soll sich langfristig ebenso positiv entwickeln wie die Traun. „Dort machen sich die Renaturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre jetzt bemerkbar“, sagt der 67-Jährige. „Der Fischbestand nimmt spürbar zu.“

Infos: www.fischereiverein-salzkammergut.at

 

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