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Ein Pfahlbauhaus unter Wasser als Attraktion nicht nur für die Taucher

ATTERSEE. Drei Objekte im Attersee weisen auf das UNESCO-Weltkulturerbe Pfahlbau hin.

Ein Pfahlbauhaus unter Wasser als Attraktion nicht nur für die Taucher

Die vier mal sieben Meter große Nachbildung eines Pfahlbauhauses wurde bei Alexenau versenkt. Bild: OÖN/Johann Kiebler

Ein vier mal sieben Meter großer Nachbau eines Pfahlbauhauses wurde kürzlich bei Alexenau (Gemeinde Weyregg) im Attersee versenkt. Das Objekt in 15 Metern Tiefe ist Teil eines Projektes zum UNESCO-Weltkulturerbe. Attersee-Tourismusdirektor Christian Schirlbauer ist vom europaweit einzigartigen Projekt begeistert. "Das bringt uns einen absoluten Medienschub und Taucher."

Eine weitere Attraktion aus diesem Projekt befindet sich in Nußdorf, wo unter Wasser ein Pfahlbauwald aufgestellt wurde: 111 Baumstämme stehen für die 111 bekannten Siedlungen in Europa, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zusammengefasst sind. Auf jedem Pfahl befindet sich eine Replik von einem prähistorischen Fundstück. Für eine weitere Stätte fehlt noch der Sanctus der Behörde: Neun Holzfiguren sollen im See bei der Taucheinstiegsstelle Dixi im Herbst aufgestellt werden.

Das Projekt kostet 242.000 Euro und wird zu 70 Prozent vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gefördert. Den Rest steuern das Land, der Tourismusverband und Projektträger Tauchkompetenzzentrum bei. Der ORF ist gerade dabei, über die Pfahlbaustätten einen 50-minütigen Film zu gestalten, der im Herbst ausgestrahlt wird und später über Handy, Tablet oder Internet abrufbar sein wird. "So ist diese Attraktion auch für Nichttaucher zu sehen", erläutert Schirlbauer, der Koordinator des Projekts ist.

Weniger Freude mit den versenkten Objekten haben die Fischer am Attersee. Sie fürchten, dass die Fischerei dadurch beeinträchtigt werde. Sie haben deshalb gegen das Projekt, das mit einem Wasserrechtsbescheid genehmigt ist, Klage eingereicht. "Ein zweiter Gutachter prüft jetzt die Rechtmäßigkeit", erklärt Schirlbauer. Im Streit gehe es vor allem um die Höhe einer Entschädigung.

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Artikel Gerhard Hüttner 27. Juli 2018 - 00:04 Uhr
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