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Die meisten Asylwerber wünschen sich noch mehr Kontakt mit Einheimischen

TIMELKAM. "Begegnung in Timelkam" kümmert seit seit Sommer 2015 um die Flüchtlinge.

Die meisten Asylwerber wünschen sich noch mehr Kontakt mit Einheimischen

Bert Hurch-Idl (re.) vom Armutsnetzwerk präsentiert die "Begegnung in Timelkam" als Ort der Ermutigung. Bild: gh

Das Armutsnetzwerk Vöcklabruck, eine Plattform von sozialen, kirchlichen und gewerkschaftlichen Einrichtungen, präsentierte in der Vorwoche die "Begegnung in Timelkam" (BIT) als "Ort der Ermutigung": Die überkonfessionelle, überparteiliche Initiative möchte Asylwerber in Timelkam unterstützen und in die Gemeinde einbinden. Die zehn bis 15 ehrenamtlichen Helfer betreuen derzeit an die 130 Asylwerber.

Die Initiative hat sich im Sommer 2015 noch vor dem großen Flüchtlingsansturm gegründet. Verschiedene Arbeitsgruppen und ein Kernteam betreuen die Flüchtlinge, wie Claudia Gebetsroither erklärt.

Otti Eder betreut das Sprechcafé, das in einem Zwei- bis Drei-Wochen-Rhythmus stattfindet, zeitgleich werden die Kinder bei einem Spielenachmittag beschäftigt. Seit Anfang an finden die Sprechcafés für Frauen und Männer gleichzeitig statt. "Die meisten wünschen sich noch mehr Kontakt mit den Timelkamern, um ihr Deutsch zu üben", berichtet Eder. Für Kinder bis zu vier Jahren findet jeweils am Dienstag eine Mutter-Kind-Spielgruppe für Familien aus aller Welt statt.

"Es besteht ein großer Bedarf an Fahrrädern", schildert Fritz Seiringer, der mit einem Kollegen desolaten Drahteseln wieder auf die Sprünge hilft. Räder sind als einfaches und billiges Transportmittel bei den Asylwerbern sehr gefragt. "Wir haben eine lange Wunschliste."

"Ich bin sehr dankbar für die Hilfe", erklärt Dolat, ein Flüchtling aus Afghanistan, der seit zwei Jahren in Österreich lebt. Er hat im Sprechcafé die österreichische Kultur kennengelernt. Mittlerweile lebt er in Schwanenstadt und arbeitet auf einer Tankstelle.

Gelungene Beispiele der Unterstützung der Initiative und der Begegnung sind ein Vortrag über den Krieg in Syrien, bei dem es ein arabisches Buffet gab, und ein Dämmerschoppen der Marktmusik im Garten des Quartiers Englmayr.

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Artikel Gerhard Hüttner 17. Oktober 2017 - 02:15 Uhr
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