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Salzkammergut

Altmünster: Elisabeth Feichtinger (SPÖ) wird Stadtchefin

Von Edmund Brandner   12. Oktober 2015 01:54 Uhr

Elisabeth Feichtinger erhielt 60 Prozent und nimmt VP das Bürgermeisteramt
Eine junge Rote leitet ab sofort die bürgerliche Traunseegemeinde.

ALTMÜNSTER. Altmünster ist die erste Gemeinde im Bezirk Gmunden mit einer SP-Bürgermeisterin.

Die erste SP-Bürgermeisterin im Bezirk Gmunden heißt Elisabeth Feichtinger. Sie ist erst 28 Jahre alt, doch die noch größere Sensation ist, dass sie nun Gemeindechefin in der bürgerlichen Hochburg Altmünster ist. Hier gab es in der gesamten Zweiten Republik nur VP-Bürgermeister.

Ihr Gegenkandidat, Amtsinhaber Hannes Schobesberger, musste einen erdrutschartigen Verlust hinnehmen. Feichtinger erhielt 60 Prozent Zustimmung und gewann (mit Ausnahme des Altenheims) in allen Wahlsprengeln. Wobei auffiel, dass die Wahlbeteiligung in den schwarzen Vierteln gering war. Die SP konnte ihre Wähler besser mobilisieren.

Gekämpft bis zuletzt

"Wir sind bis zum letzten Tag gelaufen", sagte gestern die erstaunlich gefasste Feichtinger. "Ich machte Hausbesuche und schickte auch noch einen Brief an alle Haushalte aus, in dem ich Bürgernähe versprach und um Rückmeldungen bat." Auffallend viele haben Feichtinger geantwortet – für die SP zeichnete sich da bereits ab, dass ihre Kandidatin mit großem Rückhalt rechnen darf.

Wirkung erzielte möglicherweise auch das von der SP gestreute Gerücht, VP-Bürgermeister Schobesberger hätte gegen den Rat des Gestaltungsbeirats die umstrittene Verbauung der Tirolerwiese durchgewunken. Die Roten schickten eine entsprechende Presseaussendung wenige Tage vor der Wahl aus – und sie wurde von lokalen Onlinemedien prompt ungeprüft übernommen. Als Schobesberger in den OÖNachrichten das Gerücht dementierte, hatte es sich bereits verbreitet.

Elisabeth Feichtinger, die vor wenigen Wochen als Lehrerin in einer Schule in St. Georgen zu arbeiten begonnen hatte, wird nun kündigen, um ihr Bürgermeisteramt anzutreten. Ihr großes Versprechen will sie dabei wahr machen: "Mir ist zum einen eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Parteien extrem wichtig und zum anderen die bestmögliche Einbindung der Bevölkerung."

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