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Oberösterreich

Radeln für ein Halleluja

Von Bert Brandstetter 18. Oktober 2019 00:04 Uhr

Theologe Helmut Eder durchquert mit fünf Kollegen gerade alle Bundesländer

Es ist ein ziemlich extremes Projekt, dem sich der Linzer Theologe Helmut Eder gemeinsam mit fünf Berufskollegen verschrieben hat. In sechs Tagen wollen sie alle neun Bundesländer befahren beziehungsweise durchlaufen haben: In Summe sind das 2019 Kilometer und 25.000 Höhenmeter.

Während das eine Trio den dafür bestimmten Teil der Strecke läuft, bestreitet ihn das andere Team per Rad. Eder gehört zu den Radfahrern. Seine Kollegen sind der Regens des Linzer Priesterseminars Michael Münzner, Haslachs Pfarrer Gerhard Kobler, Heinz Mittermayr und Paul Neunhäuserer vom Pastoralamt und Christoph Burgstaller vom Verein für Franziskanische Bildung.

Eder selbst ist so wie seinen Kollegen kaum eine Extrem-Sportart fremd. Er ist „Ironman“ und mehrfacher Marathonläufer. Das aktuelle Projekt verbindet der 53-Jährige mit seinem Beruf als Obdachlosenseelsorger. Der Zugang zu seiner Klientel gelingt ihm in vielen Fällen leichter, wenn er über den Sport ins Gespräch kommt. Obdachlose und Extremsportler erleben Grenzerfahrungen, weshalb die geistlichen Sportler auf ihrer Tour für Menschen sammeln, die am Rand der Gesellschaft stehen.

Verheiratet ist Helmut Eder mit einer Kollegin: Gabi Eder-Cakl leitet das Pastoralamt der Diözese Linz, während er sich neben der Arbeit um die Obdachlosen als Pfarrassistent um die Pfarre Linz-St. Severin kümmert. Gabi und Helmut sind Eltern von drei Töchtern (19, 17, 16). Das Leben mit vier Frauen empfindet der aus Fieberbrunn gebürtige Tiroler keineswegs als Extremsituation, sondern „als Privileg, gemeinsam mit ihnen den Weg zu mutigen Frauen zu erleben“.

Seine Damen hätten ihn bestärkt, sich beruflich für Obdachlose zu engagieren, es sei „ein spannendes Lernfeld“ und etliche Betroffene inzwischen „wirklich gute Freunde“.

Selber dereinst einmal obdachlos zu werden, wünscht er sich „natürlich nicht, aber es hätte auch nicht einen wirklich großen Schrecken. Ich erlebe nämlich, dass es bei gutem Willen durchaus gelingen kann, wieder Fuß zu fassen.“

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