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Pornos von Tochter gedreht: 3,5 bzw. fünf Jahre Haft für Mutter und Liebhaber

Von nachrichten.at/apa   05.Juni 2019

Fotos: Prozess Landesgericht Wels, Wels, 05.06.2019

Die Frau soll für ihren Liebhaber Pornos von ihrer damals erst zehnjährigen Tochter gedreht haben.

Die alleinerziehende Mutter einer Tochter aus Niederösterreich und der Familienvater aus dem Bezirk Wels-Land hatten einander im Internet kennengelernt und eine Beziehung begonnen. Nach etwa einem Jahr - 2015 - forderte der Mann die Frau auf, Fotos und Videos vom Intimbereich der damals Zehnjährigen zu machen. Die Aufträge wurden immer heftiger. Die Lehrerin nahm sexuelle Handlungen an dem schlafenden und damit wehrlosen Kind vor, filmte und übermittelte die Videos dem Angestellten. Ende 2018 flog die Sache auf. Die Lehrerin wurde umgehend aus dem Schuldienst entlassen.

Die Angeklagten bekannten sich zwar schuldig. Allerdings wiesen sie den Vorwurf des schweren sexuellen Missbrauches - Höchststrafe: zehn Jahre Haft - zurück. Es habe ein für eine Verurteilung in diesem Sinne notwendiger Geschlechtsverkehr nicht stattgefunden, sondern es habe "lediglich" Berührungen gegeben. Damit liege nur ein "normaler" sexueller Missbrauch vor - Strafausmaß: sechs Monate bis fünf Jahre.

Das Schöffengericht schloss sich dieser Argumentation nicht an. Er verurteilte die Frau zu dreieinhalb und den Mann zu fünf Jahren Haft. Außerdem wurden dem Opfer - es wird im Einvernehmen mit der Jugendfürsorge von seiner Großmutter aufgezogen - 10.000 Euro Teilschmerzensgeld zugesprochen. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung gaben keine Erklärung ab. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.

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19. Oktober 2021