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Polizei-Pistolen gestohlen: Jugendlicher angeklagt

Von nachrichten.at/staro   26.April 2019

Dienstwaffe der Polizei

Das teilte Philip Christl, der Sprecher der Linzer Anklagebehörde mit. Gegen den damals 17-Jährigen sei ein Strafantrag wegen Diebstahls und Vergehen nach dem Waffengesetz gestellt worden. Dafür sieht das Erwachsenen-Strafrecht eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren vor, Jugendliche können bis zu ein Jahr Freiheitsstrafe erhalten.

Wie berichtet arbeitete der junge Mann bei einer Reinigungsfirma, die in verschiedenen Polizeidienststellen tätig war, sodass der 17-Jährige Zugang zu den Waffenkammern hatte. Er soll je eine Waffe in Kremsmünster und Sattledt entwendet haben. 

Weil die Türen zu den Waffenräumen nicht verriegelt waren, seien auch gegen „zahlreiche Beamte“ Ermittlungen geführt worden, wegen fahrlässiger Beitragstäterschaft. Diese Verfahren seien aber alle eingestellt worden, so Christl. Es sei nicht mehr eruierbar gewesen, wer an den jeweiligen Dienst-Tagen die Verantwortung getragen habe.

Offenbar ungeklärt bleibt die seltsame Verantwortung jenes Sattledter Polizisten, der behauptet hatte, er habe die Waffe einem ihm namentlich nicht bekannten Kollegen in die Hand gegeben. Der Unbekannte sei aufgetaucht und habe um eine Waffe gebeten, angeblich, weil er gerade einen dringenden Einsatz zu bewältigen habe. Er habe sich weder den Namen noch die Dienstnummer dieses ominösen „Kollegen“ notiert, sagte der Beamte, gegen den ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden war. Seine Angaben stehen im krassen Widerspruch zum Geständnis des 17-Jährigen, in dessen Elternhaus beide Waffen gefunden wurden.   

Video: Auch OÖN-TV berichtete im Dezember über den Fall

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16. Juni 2019