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Oberösterreich

Oberösterreicherin kam bei Unwetter ums Leben

Von nachrichten.at/apa   19. August 2022 07:07 Uhr

Fünf Tote bei schweren Unwettern in Österreich

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GAMING. Drei Frauen, darunter eine 57-Jährige aus dem Bezirk Kirchdorf, wurden in Gaming (Niederösterreich) getötet. Ein Baum war bei einem heftigen Gewitter auf die Wandergruppe gestürzt.

Wie berichtet, kamen bei Unwettern in Österreich fünf Menschen ums Leben. In St. Andrä im Kärntner Lavanttal stürzte gestern am Nachmittag ein Baum auf eine Menschengruppe, für zwei Mädchen kam jede Hilfe zu spät. In Gaming (Niederösterreich) wurden drei Menschen von einem Baum erschlagen. Wie am Freitag bekannt wurde, war auch eine Oberösterreicherin unter den Todesopfern. Die Frauen waren nach Polizeiangaben 52, 57 und 58 Jahre alt. Sie stammten aus den Bezirken Melk und Kirchdorf in Oberösterreich. Zwei weitere Frauen blieben unverletzt.

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Niederösterreich war die fünfköpfige Gruppe auf dem NÖ Landesrundwanderweg "Alpinweg" im Abstieg von der Herrenalm in Richtung Parkplatz Taglsbach in der Gemeinde Gaming gegen 17.00 Uhr von einem heftigen Unwetter samt Hagelschauer und extremen Windspitzen überrascht worden. Bei der Wetterstation Lackenhof waren Böen mit bis zu 170 km/h gemessen worden. In der Folge stürzten zahlreiche Buchen und Fichten um, einer der Bäume traf die beiden Niederösterreicherinnen und die 57-jährige Oberösterreicherin.

Video: Werner Fetz (ORF) berichtet aus Niederösterreich:

Zwei Frauen blieben unverletzt

Die unverletzt gebliebenen Wanderinnen wollten der Polizei zufolge einen Notruf absetzen, was jedoch nicht möglich war, weil kein Mobiltelefonnetz vorhanden war. Die Frauen liefen deshalb zum Parkplatz Taglsbach. Dort baten sie einen Unbeteiligten darum, Helfer zu verständigen. Das geschah um 17.45 Uhr.

Mit dem Roten Kreuz wurden auch die Bergrettung, "Christophorus 15", die Feuerwehr und die Polizei alarmiert. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften - u.a. 50 Mann der FF Gaming, Lackenhof und Lunz am See, zehn der Bergrettung, drei der Alpinpolizei sowie die Bezirksstreifen Gaming und Lunz der Exekutive - rückten aus. Der Notarzt von "C15" konnte nur mehr den Tod der drei Frauen feststellen. Die Opfer wurden von der Bergrettung bis zu einer Forststraße gebracht.

Die Alpinpolizei begann noch am Donnerstagabend mit Ersterhebungen. Dabei wurde festgestellt, dass die Bäume augenscheinlich keine Vorschäden aufgewiesen hatten und offensichtlich durch den Sturm umgestürzt waren. Aufgrund der anhaltenden Gefährdung wurden der "Alpinweg" und die Forststraße/Wanderweg von Seehof in Richtung Mittersee, Obersee, Herrenalm von der Bezirkshauptmannschaft Scheibbs behördlich bis kommenden Montag gesperrt.

Am Freitag wurde das Aufräumen auch in der stark betroffenen Steiermark fortgesetzt. Mehrere tausend Haushalte in beiden Ländern waren noch ohne Strom. Die Südbahn ist laut ÖBB am Samstag wieder frei. Die ZAMG gab eine Regenwarnung für große Landesteile aus.

Bundesheer angefordert

Wegen der Stromausfälle hatte die Bezirkshauptmannschaft St. Veit an der Glan das Bundesheer angefordert. Seit Freitagnachmittag waren 23 Pioniere aus Villach, Pioniere des Militärkommandos Kärnten und ein Sanitätselement in der Gemeinde Hüttenberg im Assistenzeinsatz. Ihre Aufgabe war es, Zufahrten zu beschädigten Stromleitungen mit Motorsägen freizuschneiden. Die Dauer der Unterstützung ist bis inklusive Sonntag geplant, teilte das Bundesheer in einer Aussendung mit.

Die ÖBB teilten am Abend mit, dass alle verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Schäden der Unwetter in Kärnten und der Steiermark schnellstmöglich beheben sollten, damit der planmäßige Zugverkehr ab Samstag mit Betriebsbeginn wieder aufgenommen werden könne. Fernverkehrszüge (Nightjets) von Richtung Wien - Venedig bzw. Graz - Zürich könnten bereits ab Freitag wieder planmäßig geführt werden. Der Nahverkehr in der Steiermark soll mit Betriebsbeginn Samstag wieder planmäßig fahren, in Kärnten fuhr er bereits am Freitag wieder. Ursprünglich hatte es geheißen, die Behinderungen würden bis Montag dauern.

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