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Nur jeder Dreißigste spendet regelmäßig Blut

Von Karoline Ploberger, 14. Juni 2024, 06:49 Uhr
Blutspende Blut spenden Blutzentrale
Bild: VOLKER WEIHBOLD

LINZ. Wie wichtig Blutkonserven für Spitäler sind und was beim Spenden beachtet werden soll

200 Blutkonserven werden pro Tag in Oberösterreichs Krankenhäusern benötigt – umgerechnet sind dies etwa 80 bis 100 Liter Blut, die täglich für Notfälle verwendet werden. Besonders vor der Urlaubszeit im Sommer ist ein starker Rückgang bei den Spendern zu beobachten, sagt Susanne Süßner, Leiterin der Blutzentrale Linz. "Darum haben wir uns zum Ziel gesetzt, 15.000 Blutkonserven für die Sommermonate zu sichern, um gut über die Urlaubszeit zu kommen. Das Problem dabei: Die Blutkonserven sind nur 42 Tage haltbar, also nur sechs Wochen." Anlässlich des heutigen Weltblutspendetags beantwortet die Expertin Fragen, die vor dem Blutspenden auftauchen.

Wer kann in Österreich Blut spenden und welche Voraussetzungen braucht man dafür?
Jeder im Alter zwischen 18 und 70 Jahren ist ein potenzieller Blutspender. Vor der Spende selbst sollte ausreichend gegessen und getrunken werden, um den Kreislauf nicht zu belasten. "Man muss bedenken: Dem Körper werden 465 Milliliter Blut entnommen. Darauf muss der Körper vorbereitet sein", sagt Süßner.

Wie läuft das Blutspenden ab?
650 Blutspendeaktionen finden in Oberösterreich über das ganze Jahr hinweg statt. Mit einem amtlichen Lichtbildausweis werden die Spender registriert, zudem wird ein Gesundheitsfragebogen ausgegeben. "Die Spender sollten sich auf jeden Fall gesund und fit fühlen, bei einer Erkältung wird kein Blut abgenommen", sagt die Leiterin der Linzer Blutzentrale.

Wie oft hintereinander kann man Blut spenden?
Nachdem Blut gespendet wurde, ist ein zeitlicher Abstand von mindestens acht Wochen bis zur folgenden Blutabnahme notwendig. Mit jeder Blutspende verliert der Körper Eisen, das erst wieder aufgebaut werden muss. Frauen dürfen vier bis fünf Mal pro Jahr Blut spenden, Männer bis zu sechs Mal.

Wann darf kein Blut gespendet werden?
Besonders in den Sommermonaten wird darauf geachtet, wo der Urlaub verbracht wurde: Etwa bei einer Reise in die Tropen wird aufgrund von Malaria-Gefahr gründlicher nachgefragt. Auch nach einem Zeckenbiss empfiehlt es sich, acht Wochen abzuwarten, bis Blut gespendet wird, sagt Süßner.

Wie viele Menschen spenden ihr Blut pro Jahr und welche Blutgruppe wird dringend benötigt?
Grundsätzlich ist es nur jeder Dreißigste, der regelmäßig in Österreich Blut spendet. Im ländlichen Bereich gehen nur drei bis acht Prozent der Personen, die berechtigt sind, zum Blutspenden. Im urbanen Raum ist die Spendenbereitschaft noch geringer. Die häufigste Blutgruppe in Österreich ist A, Blutgruppe 0 negativ gilt als Universalspender – damit können auch alle anderen Blutgruppen versorgt werden. AB hingegen ist jene Blutgruppe, die am seltensten auftritt und daher am dringendsten benötigt wird. Laut Süßner wird es immer schwieriger, Spender zu motivieren.

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Autorin
Karoline Ploberger
Redakteurin Oberösterreich
Karoline Ploberger

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22  Kommentare
22  Kommentare
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Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
elhell (2.230 Kommentare)
am 14.06.2024 18:06

Wann darf kein Blut gespendet werden?
Mindestens ein halbes Jahr nach einer Tätowierung. Das mag eine Rolle spielen, wenn man sich junge Menschen ansieht. Vielleiht ist das aber auch zu streng, weil die Studios so sauber arbeiten, dass sicher niemand mit Hepatitis oder HIV nach Hause geht.

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santabag (6.457 Kommentare)
am 14.06.2024 10:30

Das Rote Kreuz macht mit meinem Blut gute Geschäfte und steckt einen Batzen Geld dafür ein.
Wenn diese ÖVP-Vorfeldorganisation ein wenig vom Gewinn springen lassen würde - nicht nur ein Cola und eine abgelaufene Tafel Schokolade - würde ich möglicherweise wieder Blut spenden gehen.

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CptWildDuck (805 Kommentare)
am 14.06.2024 14:38

wenn Sie nur wegen des Geldes Blutspenden gehen, dann bleiben Sie bitte zu Hause. Hoffentlich brauchen Sie selber nie was.

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soistes (916 Kommentare)
am 14.06.2024 19:25

Selten so etwas Blödes gelesen.

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Gugelbua (32.276 Kommentare)
am 14.06.2024 10:17

ich weiß daß mit Blut gute Geschäfte gemacht werden 😉
warum spenden und nicht verkaufen❔

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betterthantherest (35.340 Kommentare)
am 14.06.2024 10:32

guglbua

richtiger Ansatz.

Nachdem die Menschen im Land trotz extrem hoher Steuern und Abgaben für jeden Handgriff und Parkplatz extra zur Kasse gebeten werden sollten die Menschen umdenken.

Und ihr Tun - z. b. im Ehrenamt oder als Blutspender - ebenfalls monetarisieren.

Ist nicht gut für die Gesellschaft. Aber die Politik vom Bund bis hinab in die Gemeinden will es offenbar so.

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danadella (809 Kommentare)
am 14.06.2024 11:58

Hoffentlich haben Sie dann auch kein Problem damit, wenn Sie nach jedem Feuerwehr- , Rettungs-, Berg- oder Wasserrettungseinsatz dann eine Rechnung für die gesamten Einsatzkosten kriegen. Nach einem Hochwasser oder Brand z.B.

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betterthantherest (35.340 Kommentare)
am 14.06.2024 12:01

danadella

habe nirgends geschrieben dass mir diese Entwicklung gefällt.

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soistes (916 Kommentare)
am 14.06.2024 09:55

Ich habe sicher 10 Mal im Jahr Blut gespendet, bis es dann altersmäßig nicht mehr möglich war.

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betterthantherest (35.340 Kommentare)
am 14.06.2024 10:02

Hört sich nach Gschichterl an.

Männer dürfen in AUT 6 x pro Jahr Blut spenden.
Frauen bis zu 5 x innerhalb von 12 Monaten.

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CptWildDuck (805 Kommentare)
am 14.06.2024 14:41

es gibt nicht nur die Vollblutspende, zB sind Thrombozytenspenden in deutlich kürzeren Abständen möglich

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soistes (916 Kommentare)
am 14.06.2024 19:26

Theoretisch.....

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Philantrop (491 Kommentare)
am 14.06.2024 09:54

Habe früher öfter Blut gespendet.

Nun sollen jene spenden, die ganzen Tag nichts tun, aber mit ihrer Messterstecherkultur OFT Blutverlust verursachen
!

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grania (91 Kommentare)
am 14.06.2024 09:42

Je größer die Gruppe derer wird, die aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen nicht spenden dürfen, desto spannender wird die Situation...

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Philantrop (491 Kommentare)
am 14.06.2024 09:52

...aber diese Gruppe verbraucht wegen ihrer Messerstecherkultur am meisten Blutkonserven

!

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GunterKoeberl-Marthyn (18.073 Kommentare)
am 14.06.2024 09:36

Asylwerber waren zur Blutspende damals nicht zugelassen, ich fand aber diese Möglichkeit für meine Asylwerber sehr wichtig, sie durften nicht arbeiten und hatten auch kein Geld. Mit unseren damaligen umsichtigen Landehauptmann Dr. Josef Pühringer konnte ich die Erlaubnis zur Blutspende für Asylwerber dann durchsetzen. Sie bekamen dafür Euro 20.- und durften in der Obstschüssel sich bedienen. Im Rückblick ein Skandal, als hätten Asylwerber ein anderes Blut und so wird jetzt auch auf den Rücken dieser Menschen wieder von der ÖVP mit der Familienzusammenführung so eine diskriminierende Politik betrieben, um sich an die Wähler der FPÖ anzubiedern, dabei brauchen wir wegen drohender Überalterung diesen Zuzug. Wie erfolgreich diese Integration bereits ist, kann man an den Türschildern der Ärzte sehen und Völkerwanderungen sind ein Naturgesetz in der Geschichte der Menschheit. Früher wanderten die Völker, jetzt gibt es Autos und Flugzeuge und da sollen alle bleiben wo sie geboren wurden?

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betterthantherest (35.340 Kommentare)
am 14.06.2024 09:49

Herr Koeberl-Marthyn, was Sie hier einseitig als Diskriminierung darstellen hat durchaus seine sachliche Berechtigung.

Nach einer Fernreise in gewisse Gebiete bzw. Länder dürfen auch Sie als ÖsterreicherIn temporär (z. B. ein halbes Jahr lang) nicht Blut spenden.

Asylwerber haben kein anderes Blut. Aber es kann durchaus sein, dass eine übertragbare Krankheit wie Malaria, West-Nil-Virus etc. vorliegt. Genauso wie Sie dieses Mitbringsel aus dem Urlaub heimbringen könnten.

Zu bedenken ist darüber hinaus, dass viele Flüchtlinge ihre Herkunft mangels Papieren nicht belegen können.

Mit Ihrer verbohrten, einseitigen Sicht gefährden Sie die Gesundheit der Spenderblutempfänger.

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betterthantherest (35.340 Kommentare)
am 14.06.2024 09:56

Herr Koeberl-Marthyn, was viele auch nicht wissen:

Personen, die an Malaria erkrankt waren oder sind oder in einem Malariagebiet geboren oder aufgewachsen sind bzw. sich länger als sechs Monate kontinuierlich aufgehalten haben, unterliegen einem permanenten Ausschluss.

Womit wir wieder beim Thema Flüchtlinge sind, die ihre Herkunft bzw. ihren vorherigen Aufenthalt mangels Papiere nicht nachweisen können....

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Peter2012 (6.479 Kommentare)
am 14.06.2024 09:30

Ich habe so viel Blut gespendet dass in meinen Armbeugen keine Möglichkeit einer Blutabnahme mehr besteht!!!

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GunterKoeberl-Marthyn (18.073 Kommentare)
am 14.06.2024 09:39

Respekt und Hochachtung, mein Großvater hatte damals 1973 schon 2 goldene Nadeln und eine Silberne und diese Auszeichnung sollte man wieder einführen!

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Peter2012 (6.479 Kommentare)
am 14.06.2024 09:43

@ GunterKoeberl-Marthyn:

Wenn ich nun ins Krankenhaus oder zum Arzt muss brauche ich halt gute Vampire!!!

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betterthantherest (35.340 Kommentare)
am 14.06.2024 08:58

Ist einer der Gründe für das Nachlassen der Blutspendebereitschaft, dass in Coronazeiten das Rote Kreuz gefühlt als Vorfeldorganisation für die ÖVP aufgetreten ist?

Die Wortmeldungen vom RK Präsidenten sind unvergessen weil sie zum Teil jede Menschlichkeit vermissen haben lassen.

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