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Oberösterreich

Nicole Hager-Wildenrotter: „Ich bin gern auf Seiten der Schwachen“

Nicole Hager-Wildenrotter ist neue Geschäftsführerin der Mietervereinigung.

Nicole Hager-Wildenrotter

„Ich liebe meine Arbeit, weil ich weiß, dass ich anderen Menschen damit helfen kann, wie eine Art Robin Hood für Mieter.“ Nicole Hager-Wildenrotter, berät mit der Mietervereinigung rund 2500 Klienten im Jahr Bild: Fotostudio Margit Berger

Schimmel an den Wänden, undichte Fenster, hohe Maklerprovisionen, befristete Mietverträge: Es sind ganz unterschiedliche Anliegen, die Nicole Hager-Wildenrotters Klienten zu ihr führen. „Manche Menschen sind richtig verzweifelt“, sagt sie. „Ich sehe es als meine Aufgabe, sie sowohl juristisch zu beraten als auch mental zu stärken.“
Hager-Wildenrotter ist die neue Landesgeschäftsführerin der Mietervereinigung Oberösterreich. Sie folgt damit auf Sonja Toifl-Campregher, die diese Position 35 Jahre lang innehatte. Auch Hager-Wildenrotter kennt die Materie bestens: Sie arbeitet seit 1995 bei der Organisation, die rund 4000 Mieter in Oberösterreich vertritt. Jährlich suchen etwa 2500 Klienten aus dem ganzen Bundesland Rat.

„Ich liebe meine Arbeit, weil sie wirklich einen Sinn hat“, sagt die 49-Jährige. „Wenn ich am Abend nach Hause gehe, weiß ich, dass ich anderen Menschen helfen konnte. Ich bin gerne auf der Seite der Schwächeren.“ Und derzeit sei die Position der Mieter gegenüber den Vermietern geschwächt, Grund sei der angespannte Wohnungsmarkt. „Zudem kennen viele Mieter ihre Rechte nicht, wissen zum Beispiel nicht, dass sie bei groben Mängeln in der Wohnung Anspruch auf Mietzinsminderung haben.“

Zu den Hauptanliegen, für die sich Hager-Wildenrotter einsetzen möchte, gehören daher ein „faires, ausgeglichenes und einheitliches Mietrecht, eingeschränkte Befristungsmöglichkeiten für Verträge und die Einrichtung von Schlichtungsstellen für mietrechtliche Probleme auch außerhalb von Linz“, sagt sie.
Ihre Begeisterung für ihre Arbeit haben die Linzerin und ihr Ehemann, der Anwalt Markus Hager, augenscheinlich an den gemeinsamen Sohn weitergegeben: Der 19-Jährige studiert auch Jus. „Das liegt in den Genen“, sagt Hager-Wildenrotter und lacht. In ihrer Freizeit geht sie gerne wandern, walken – begleitet von ihrem Australian Shepherd – und im Winter Ski fahren, um beim Sport Energie zu tanken für ihren Einsatz für die Rechte der Mieter.

 

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Artikel Luise Walchshofer 09. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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