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Oberösterreich

Neues Zuhause für Spitaler "Lebensretter-Vater"

Von René Laglstorfer  21. Januar 2021 00:04 Uhr

Neues Zuhause für Spitaler "Lebensretter-Vater"
Christoph (34), Johanna (5), Leander (3) und Rosa (1) haben neues Zuhause.

SPITAL AM PYHRN / ROSSLEITHEN. Nach Soforthilfe des OÖN-Christkindls kann die vierköpfige Familie bald ihr erstes Eigenheim beziehen

"Ich kann es kaum glauben: Unser Haus ist abgebrannt, und nur eine Woche später haben wir schon ein neues Zuhause", sagt der dreifache Familienvater Christoph G. aus Spital am Pyhrn überglücklich.

Der 34-jährige Alleinerzieher hatte am 11. Jänner, wie berichtet, seine drei Kinder Rosa (1), Leander (3) und Johanna (5) sowie einen 37-jährigen Freund gerade noch rechtzeitig aus dem in Vollbrand stehenden Mietshaus gebracht und ihnen dadurch wohl das Leben gerettet. Sein Traum war es, das völlig zerstörte Sacherl neu aufzubauen, wozu es aber nicht kommen wird.

"Ich kann es gar nicht fassen"

Nur sechs Tage nach der Brandkatastrophe konnte die Familie dank der unbürokratischen Soforthilfe des OÖN-Christkindls und zahlreicher weiterer Spender ein altes, zu renovierendes Haus in der Nachbargemeinde Roßleithen ersteigern. "Da die Unterstützung so schnell eingetroffen ist, konnte ich gleich auf die Bank und einen leistbaren Kredit aufnehmen. Wir haben nicht nur ein Riesenschutzengerl, sondern auch ein Glücksengerl", sagt G. und strahlt.

Das Haus liege nicht weit vom Grab seiner im Vorjahr verstorbenen Frau Birgit und in der Nähe seiner verwitweten Mutter Regina (57), bei der die Familie bis zum geplanten Umzug Anfang Februar noch wohnen bleibt. "Für mich und meine Kinder ist das das erste Eigenheim, auf das wir lange hingespart haben, und so ein Riesenglück im Unglück, dass ich es gar nicht fassen kann", sagt der ausgebildete Installateur.

25 Bananenschachteln

"Wildfremde Leute" seien nach der Brandkatastrophe vor der Haustür seiner Mutter gestanden und hätten dem Alleinerzieher eine Unterstützung in die Hand gedrückt, darunter etwa 25 Bananenschachteln voll mit Kleidung und Schuhen für die Familie, die bei dem Unglück fast ihr gesamtes Hab und Gut verloren hat. "Im letzten Moment habe ich noch unser Erspartes aus dem brennenden Haus retten können. Ich bin so heilfroh, dass wir alle noch leben", sagt der 34-jährige Spitaler mit Tränen in den Augen. Er ist allen Unterstützern, die Herz gezeigt hätten, "zutiefst dankbar".

Artikel von

René Laglstorfer

Redakteur Land und Leute

René Laglstorfer
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