Lade Inhalte...

Erst regierte die Mutter das Ausseerland, später wurde die Tochter Prinzessin

24.Mai 2019

Erst regierte die Mutter das Ausseerland, später wurde die Tochter Prinzessin
Mutter Eva Luisser (davor Enkerl Anabelle) war vor 50 Jahren die Königin die Herzen, Tochter Katharina war im Jahr 2001 eine der Prinzessinnen.

Unter den Finalistinnen sind auch drei Oberösterreicherinnen. Zum Narzissenfest eine Woche später kommen – so viel ist fix – 59 ehemalige Regentinnen des Ausseerlands. Dabei kommt es auch zu einem ganz besonderen Familientreffen.

"Unter den Teilnehmerinnen ist auch Eva Luisser, die Königin von 1969", freut sich Obmann Rudolf Grill auf die Hoheit, die vor 50 Jahren gekürt worden ist.

"Seit meiner Krönung gehört der jährliche Besuch des Narzissenfestes zu meinen Verpflichtungen", sagte die Niederösterreicherin. Luisser erinnert sich gerne an ihre "Wahl", auch wenn diese vor einem halben Jahrhundert anders ablief als heute. "Am Abend vor dem Narzissenfest gab es einen Ball, bei dem Burschen an die Damen Herzerl verteilten. Jene mit den meisten Herzen wurde zur Königin gekürt", erzählt die "Königin der Herzen", die damals weniger repräsentieren musste als ihre Kolleginnen heute: "Mein Auftritt war auf den Korsosonntag beschränkt."

2001 war ihre Tochter Katharina Krickl eine der beiden Prinzessinnen – und wer weiß, vielleicht tritt Enkelin Anabelle einmal die Nachfolge an.

Was viele nicht wissen: Auch männliche Hoheiten gab es schon einmal im Ausseerland. Jürgen Hentschel und seine beiden Prinzen Günter Seebacher und Joe Pressl stammen alle aus der Region. "Die drei wurden im Jahr 1983 aus Jux bei einer lustigen Stammtischrunde in Altaussee gewählt", sagt Rudolf Grill mit einem Augenzwinkern. Aus der Kirche borgten sich die frisch gekürten Hoheiten Stühle, diese wurden auf der Ladefläche eines Autos befestigt. Zum Gaudium des Publikums schmuggelten sich die männlichen Hoheiten damals unter die Korso-Teilnehmer.

Wer die 60. Narzissenkönigin wird? Zehn Kandidatinnen stellen sich am Samstagabend im bis auf den letzten Platz gefüllten Kongresshaus der Wahl, darunter sind auch drei Oberösterreicherinnen: Verena Loderbauer aus Pinsdorf steckt mitten in der Matura, Ulrike Aigner aus St. Georgen ist Kindergärtnerin und Ulrike Gräfner aus Gschwandt hat bereits wertvolle Ratschläge von ihrer Schwägerin eingeholt: Tina Zinhobl wurde im Vorjahr zur Narzissenprinzessin gewählt.

Narzissenfest

Das von den OÖNachrichten präsentierte Narzissenfest findet von Donnerstag, 30. Mai, bis Sonntag, 2. Juni, zum 60. Mal in der Region Ausseerland-Salzkammergut statt.

Veranstalter ist der Narzissenfestverein. Der Verein wurde im Jahr 1983 zur Heimat- und Denkmalpflege im Ausseerland gegründet. Seit Jänner 2019 ist Rudolf Grill Obmann des Vereins. Er und sämtliche Vereinsfunktionäre üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. 3000 Helfer aus der Region beteiligen sich an den Arbeiten am Fest.

Durchschnittlich wird die Veranstaltung über mehrere Tage alljährlich von rund 25.000 Gästen besucht. Die Wertschöpfung für die Region Ausseerland-Salzkammergut liegt bei mehr als acht Millionen Euro.

Weitere Informationen im Internet unter der Adresse www.narzissenfest.at

copyright  2019
19. Oktober 2019