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Politiker, Unternehmer und Rechenmacher

Von Michaela Krenn-Aichinger  26. März 2021 00:04 Uhr

Politiker, Unternehmer und Rechenmacher Rudolf Mayr (1933–2021) aus Bruck-Waasen Von Michaela Krenn-Aichinger
Rudolf Mayr

Auf der Parte des "Rechenmachers" aus Waasnerau ist die Holzscheibe eines mächtigen Baumstammes zu sehen.

Denn der Werkstoff Holz hat eine bedeutende Rolle im Leben von Rudolf Mayr gespielt. Geprägt hat sein Leben aber nicht nur die Leidenschaft für die Arbeit mit Holz, sondern auch für die Kommunalpolitik. Von 1984 bis 1996 war er Bürgermeister der Gemeinde Bruck-Waasen, die im Jahr 2018 mit Peuerbach fusioniert wurde, und arbeitete an der Entwicklung der Kommune maßgeblich mit.

Das Thema Gemeindezusammenlegung wurde auch damals bereits diskutiert. "Er hat in seiner Zeit als Bürgermeister versucht, dass die Eigenständigkeit der Gemeinde bewahrt wird", sagt Peuerbachs Bürgermeister Wolfgang Oberlehner. Es sei ihm ein Anliegen gewesen, neben der Schule auch einen Kindergarten, den Bauhof und die Feuerwehr sowie gut ausgebaute Straßen und ausreichend Grundstücke für den Wohnbau bieten zu können. Für sein Wirken wurde er mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet.

Jüngster Drechslermeister

Nach der Berufsschule für Rechenmacher besuchte Mayr die Holzfachschule in Hallstatt. "Er war damals mit 20 Jahren der jüngste Drechslermeister Oberösterreichs und hat dann gleich das Gewerbe angemeldet", sagt sein Sohn Rudolf Mayr jun. Er baute den Betrieb aus und beschäftigte bis zu 17 Mitarbeiter. 1992 übergab er die Firma an seinen Sohn Rudolf jun. und hat fortan mit Interesse die weitere Entwicklung des Unternehmens für Möbelkomponenten und die Neugründung eines Standortes in der Ukraine mitverfolgt und seine Hilfe angeboten, wenn Not am Mann war.

Das private Glück fand er mit seiner Frau Maria, mit der er 61 Jahre verheiratet war, und den sechs Kindern. Er hat sich immer sehr gefreut, wenn die Familie zusammengekommen ist. Rudolf Mayr war zwölffacher Groß- und siebenfacher Urgroßvater. Im Ruhestand genoss er besonders das Schwimmen im familieneigenen Pool.

Am 19. März hörte seine Lebensuhr kurz nach seinem 88. Geburtstag zu schlagen auf. Er verstarb zu Hause und findet seine letzte Ruhe auf dem Stadtfriedhof von Peuerbach.

Artikel von

Michaela Krenn-Aichinger

Lokalredakteurin Wels

Michaela Krenn-Aichinger
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