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Helferin für beeinträchtigte Schüler

Von Bert Brandstetter   22.Juli 2019

Helferin für beeinträchtigte Schüler
Petra Lehner half beeinträchtigten Kindern in der Volksschule.

Wie wichtig sie war, schildert Direktorin Barbara Pattinger: "Petra wird uns ungemein abgehen. Sie war so ein hilfsbereiter Mensch und eine wirklich liebe Kollegin." Hauptaufgabe von Petra Lehner war die Unterstützung von Kindern mit körperlichen Beeinträchtigungen. In den letzten Jahren war es ein sehr sehschwacher Bub, um den sie sich vor allem gekümmert hat. Im Unterricht saß sie neben ihm, beim Werken oder im Turnunterricht schaute sie, dass er die Anforderungen möglichst gut und für ihn passend bewältigen konnte.

Immer ein offenes Ohr

Seine Ansprechpartnerin war sie aber auch oft außerhalb der Unterrichtszeiten: "Die beiden haben sich ständig Whatsapps geschickt, ich habe das sehr nett gefunden", sagt Gatte Franz Lehner, der Petra in ihrem Heimatort Zipf kennengelernt hat.

Dort wuchs sie auf und machte eine kaufmännische Lehre. Als ihre Töchter Vanessa und Verena zur Welt kamen, blieb sie längere Zeit daheim bei ihren Kindern, erst 2009 stieg sie wieder als Verkäuferin ins Berufsleben ein. Ganz glücklich war sie damit aber nicht, ihr Weg ging in Richtung Pädagogik, was ihr als Schulaufsicht in Vöcklamarkt gelang. "Sie wollte einfach etwas mit Kindern machen, weshalb sie dann an der Pädagogischen Hochschule der Diözese die Ausbildung zur Schulassistentin aufnahm und erfolgreich abschloss", wie ihr Mann sagt. Über das Diakonie Zentrum Spattstraße kam sie dann an die Volksschule Pöndorf, wo sie ihre berufliche Erfüllung gefunden hat. Besonders geschätzt war sie deshalb, weil sie nicht nur "ihr" Betreuungskind im Auge hatte, sondern zugriff, wo immer es nötig war, oft auch, "um einer Kollegin noch rasch beim Kopieren zu helfen", sagt Direktorin Pattinger. Am 9. September hätte sie eine Fixanstellung erwartet, dazu sollte es aber nicht mehr kommen.

Noch drei Ziele gehabt

Vor sieben Monaten wurde ein bösartiger Tumor diagnostiziert, der ihr Leben zerstört hat. "Drei Ziele hätte sie noch gehabt", sagt ihr Mann: "das Maibaumfest in Pfaffing, die Firmung von Tochter Verena und den Sommerurlaub in Italien. Das mit dem Urlaub ist sich leider nicht mehr ausgegangen", bedauert Franz Lehner.

Zehnmal waren sie gemeinsam an der Adria, "neunmal davon im selben Hotel in Caorle, weil dort alles so gut gepasst hat". Mit ihrer Krankheit sei Petra Lehner bewundernswert umgegangen, laut ihrem Mann habe "sie immer geschaut, dass wir nicht leiden. Ich weiß nicht, wie sie das geschafft hat."

Das Begräbnis von Petra Lehner fand am 19. Juli um 11 Uhr in der Pfarrkirche Vöcklamarkt statt.

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19. September 2019