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Große Liebe zu Mensch und Natur

Von Bert Brandstetter  04. Januar 2021 00:04 Uhr

Friedrich Blaimschein
Friedrich Blaimschein

Kirchliche Feste wie Weihnachten auch daheim stilgerecht zu feiern, war ganz nach dem Geschmack von Friedrich Blaimschein. Schon Wochen vor dem Fest begann er mit der genauen Vorbereitung, suchte Texte und Lieder aus und verteilte die Rollen. Seine Frau Helga war seine große Liebe, fast 60 Jahre lang.

Nach der Matura landete Fritz in Linz als Prokurist bei der damaligen Firma Ehrenletzberger, bei der Sparkasse und als Schalterbeamter am Postamt 1. In dieser Zeit traf er auf seine Helga. Martin, Birgitta und Susanne heißen ihre Kinder, ihr erstes Zuhause war eine Wohnung in der Neuen Heimat, wo sie sich pfarrlich engagierten, einer Familienrunde angehörten und Fritz in einer Männerschola sang.

Fritz selbst hatte seinen leiblichen Vater nie kennen gelernt und wuchs mit seiner Mutter, die wieder heiratete und zwei weitere Kinder bekam, in Sipbachzell auf. Für Fritz waren diese vollwertige Geschwister, zu denen er sein ganzes Leben lang eine herzliche Beziehung pflegte. Wie überhaupt Friedrich Blaimschein Menschen, mit denen er in näheren Kontakt trat, nicht nur herzlich und auffällig wertschätzend behandelte, sondern auch versuchte, die Kontakte zu erhalten. Traten Konflikte auf, war er ausgleichend und auf Versöhnung bedacht. "Natürlich gab es bei uns Meinungsverschiedenheiten", sagt Sohn Martin, "unser Vater trat dabei immer sofort in die Diskussion ein. Seine Argumente waren sachlich, offen und wertschätzend. Prallten zwei Meinungen aufeinander, half unsere Mutter als Vermittlerin".

1977 bot sich Blaimschein, der zuletzt beim Land als Gemeindeprüfer tätig war, die Chance, in Eferding Stadtamtsleiter zu werden. Er sagte zu und übte das Amt bis zu seiner Pensionierung 1999 aus. Von klein auf drängten die Blaimscheins ihre Kinder "raus aus der Stadt". Wandern, Bergsteigen, Schifahren standen hoch im Kurs. Die Naturverbundenheit prädestinierte Fritz 1978 als Obmann des Alpenvereins in Eferding, wo er sich sowohl als Tourenführer, etwa auf den Großglockner, als auch als Spezialist für seltene Alpenblumen einen Namen machte. Man sah ihn mit seiner Frau auch oft in Konzerten, bei Lesungen und im Theater. Auch interessierte sich Blaimschein sehr für andere Länder. Er schied nach kurzer, schwerer Krankheit überraschend schnell aus dem Leben.

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Bert Brandstetter

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