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Nachrufe

Er war für alle da, die Hilfe suchten

Von Gary Sperrer  11. September 2021 00:04 Uhr

Herwig Niedoba

Ein Nachruf auf den Gemeindearzt in Ruhestand, Dr. Herwig Niedoba aus Unterach am Attersee.

In der südlichen Hälfte des Attersees gibt es fast niemanden, der den Namen Niedoba nicht kennt.

Herwig Niedoba, geboren am 17. April 1939 im niederösterreichischen Eggenburg und einer Ärztefamilie entstammend, war ein Hausarzt mit Leib und Seele. Am Mittwoch ging sein Leben im 83. Lebensjahr friedlich zu Ende. Er hinterlässt nicht nur eine trauernde Familie, sondern auch unzählige ehemalige Patientinnen und Patienten, die ihn geschätzt haben.

Herwig Niedoba kam in frühester Kindheit in die Attersee-Mondsee-Gegend. Er besuchte die Volksschule Pichlauhof bei Mondsee, legte 1958 die Matura in Linz ab und absolvierte sein Medizinstudium von 1958 bis 1964 in Wien, wo er promovierte. Am Landeskrankenhaus Salzburg war er bis 1967 als Turnusarzt tätig, bis 1969 als Assistenzarzt an der Chirurgie der Uniklinik Wien und bis 1971 als Assistenzarzt am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Bundeshauptstadt.

Von 1. Juli 1971 bis Ende Juni 2002 war Niedoba Gemeindearzt in Unterach sowie in Steinbach am Attersee. Seine großartigen Tätigkeiten als Mediziner wurden mit dem Titel Medizinalrat sowie mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Unterach gewürdigt. Niedoba war auch im Jahre 1972 Begründer und Leiter der Rotkreuz-Ortsstelle Unterach/Steinbach.

Als hiesiger Feuerwehrarzt, Notarzt und Landesarzt der OÖ. Wasserrettung schuf sich Niedoba einen Namen, der bis heute weit über die Grenzen der Attersee-Region hinaus bekannt ist. 1999 wurde er mit dem Silbernen Verdienstzeichen des Landes OÖ. geehrt.

Der Verstorbene hinterlässt seine Kinder Gernot, Almut, Astrid und Gerhild sowie sechs Enkerl.

„Vati war ein Gemeindearzt, der seinen Beruf als Berufung sah“, sagt eine seiner Töchter. „Die Ordination war bei uns zu Hause. Auch wenn ein Patient außerhalb der Ordinationszeiten anläutete, wurde er nicht weggeschickt.“

Mit seiner Frau Milada war sein Lieblingsurlaubsziel neben Griechenland auch Italien. Er liebte bereits als Kind Aufenthalte in der Natur und im Wald und genoss dort die Ruhe und Abgeschiedenheit.

Die Verabschiedung findet am kommenden Freitag in der Pfarrkirche Unterach am Attersee um 12.30 Uhr statt.

Artikel von

Gary Sperrer

Lokalredakteur Salzkammergut

Gary Sperrer
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