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Bürgermeister und Vollblutmusikant

07. April 2021 00:04 Uhr

Bürgermeister und Vollblutmusikant Alois Kastner (1951–2021) aus geboltskirchen von Michaela Krenn-Aichinger
Die Gitarre hatte Alois Kastner meist dabei.

Geboltskirchen trägt Trauer. Am 2. April verstarb Ehrenbürger und Langzeitbürgermeister Alois Kastner (ÖVP) nach langer, mit Geduld ertragener Krebserkrankung.

Für viele wird der "Lois", wie ihn die meisten nannten, unvergesslich bleiben. Er war ein sehr offener, herzlicher und geselliger Mensch, der in gemütlichen Runden die Gitarre hervorholte. Das tat er auch bei Treffen mit seinen Bürgermeisterkollegen aus dem Bezirk Grieskirchen und steckte alle mit seiner guten Stimmung an.

"Für mich war Lois ein Freund und Mentor, der mich als junger Quereinsteiger in die Politik damals beraten und unterstützt hat", sagt Bürgermeister Konrad Binder aus der Nachbargemeinde Haag am Hausruck. Gern erinnert er sich an eine der ersten Begegnungen vor den Wahlen 2009, als in Binders Garten Fotos für den Wahlkampf gemacht wurden und die beiden auf dem Trampolin sprangen. Die pure Lebensfreude habe Lois ausgestrahlt, betont Binder. Später hatte er einen Mitstreiter, auf den er sich verlassen konnte, etwa bei gemeinsamen Bestrebungen im Tourismus oder im Kampf gegen einen Schotterabbau.

Genau 6665 Tage, von 1996 bis 2014, stand der Elektromeister an der Spitze der kleinen Tourismusgemeinde mit 1450 Einwohnern. Sein Amt hat er mit sehr viel Engagement ausgeübt und dank seiner Offenheit und Wertschätzung das Vertrauen der Bürger erhalten.

In seiner Amtszeit wurden einige große Bauvorhaben umgesetzt, wie die Sanierungen der Volksschule mit der Errichtung der Krippenbauschule, die weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt ist, des Amtsgebäudes und des Bauhofs. Profitiert hat Geboltskirchen auch von seinen Bemühungen um Regionalförderung aus dem EU-Topf, etwa für den Kohlebahnhof Scheiben oder den Naturerlebnisweg Trattnach-Ursprung.

Besonders wichtig war Alois Kastner seine Familie, seine Frau Gitti, die beiden Kinder Stefan und Monika sowie die vier Enkelkinder. Oft kam er auch bei beruflichen Terminen, etwa bei Treffen mit Pressevertretern, auf seine Familie zu sprechen. Seine Augen begannen dann zu leuchten, wenn er von seinen Enkeln erzählte. Die kleinen Gemeindebürger waren dem Lois immer besonders wichtig, er besuchte die Kindergarten- und Volksschulkinder oft und schätzte, dass ihm die Mädchen und Buben im Dorf spontan, unbefangen und völlig ehrlich begegneten.

Von Alois Kastner kann man sich in der Aufbahrungshalle in Geboltskirchen untertags verabschieden. Ein Kondolenzbuch liegt auf. Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 9. April, um 13.30 Uhr statt.

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