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Maria Schwarz-Schlöglmann: Die Frauenrechtlerin

Maria war eine engagierte, kampflustige Frau.

Die Frauenrechtlerin Von Herbert Schorn

Kämpferin für Frauenrechte Bild: privat

Sie hat sich unermüdlich für die Rechte von Frauen und Gewaltopfern eingesetzt." So beschreibt Eva Schuh ihre Vorgängerin Maria Schwarz-Schlöglmann. Die 60-Jährige war erst im heurigen Februar als Leiterin des Gewaltschutzzentrums Oberösterreich in Pension gegangen. Am Sonntag ist sie ihrer Krebserkrankung erlegen.

Vor 20 Jahren begründete sie das Zentrum mit. Unter ihrer Führung entwickelte es sich zur ersten Anlaufstelle für Personen, die von familiärer Gewalt betroffen sind, und für Stalking-Opfer. 21 Mitarbeiter geben ihnen juristische und psychosoziale Hilfe. "Ihre Arbeit war ihr Leben", sagt Eva Schuh. Den Kampf gegen häusliche Gewalt sah sie stark in Verbindung mit den Frauenrechten. "Das patriarchale System wirkt immer noch nach. Es ist nicht lange her, dass Männer ihre Frauen züchtigen durften", sagt Schuh. Schwarz-Schlöglmann gründete auch das Linzer Frauenhaus mit. Schon damals zeigte sich ihr Mut: Um das Ziel zu erreichen, wurde sie zur Hausbesetzerin.

Recht auf Leben ohne Gewalt

In ihrer Amtszeit setzte sich die gebürtige Innviertlerin besonders für die Einführung von Prozessbegleitung von Gewaltopfern ein, die so Unterstützung in Gerichtsverfahren erhielten. "Sie war die beste Anwältin für das Recht auf ein Leben frei von Gewalt", sagt Schuh.

Aufgewachsen ist Schwarz-Schlöglmann auf einem Bauernhof in Enzenkirchen (Bezirk Schärding). Sie legte in Neuhaus/Inn in Deutschland die mittlere Reife ab, studierte Soziale Arbeit und arbeitete bei mehreren Sozialeinrichtungen. Zwei Jahre lang leitete sie die Kinder- und Jugendanwaltschaft. Nebenberuflich legte sie die Berufsreifeprüfung ab, studierte Jus, wurde Psychotherapeutin. Der Tod von Maria Schwarz-Schlöglmann rief auch in der Landespolitik Bestürzung hervor. So drückten die Landesrätinnen Birgit Gerstorfer und Christine Haberlander ihre Trauer aus.

Privat lebte die Mutter eines Sohnes (Fabian, 25) in einer Lebensgemeinschaft. In ihrer Freizeit liebte sie die Natur und genoss das Leben: "Man konnte viel Spaß mit ihr haben", sagt Schuh. Ihren Mitarbeitern war sie ein Vorbild: "Wenn es um die Sache ging, kannte sie keine Freizeit und kein Wochenende." Sie habe viel von ihr gelernt, etwa den Kampfgeist, so Schuh: "Sie hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, für eine Sache hartnäckig einzutreten."

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Artikel Herbert Schorn 23. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
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