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Franz Mayrhofer: Ein Schul-Pionier und liebender Vater

RIED IN DER RIEDMARK. Dass sich Perg heute als Schulstadt bezeichnen darf, ist zu guten Teilen ein Verdienst von Franz Mayrhofer.

Ein Schul-Pionier und liebender Vater Ein Nachruf von Bernhard Leitner

Franz Mayrhofer leitete 17 Jahre lang das BORG Perg. Bild: privat

Er war es, der hier ab 1967 die erste höhere Schule aufbaute. Mayrhofer leistete dabei viel Pionierarbeit: Wie viele Schüler kommen, welche Lehrer benötigt man dafür und wie etabliert man einen geregelten Schulalltag? Dazu mussten mehrere provisorische Schulstandorte adaptiert werden, ehe 1972 das endgültige Schulgebäude bezogen werden konnte. „Wir hatten damals eigentlich nie Ferien, und mein Mann hat viele schlaflose Nächte dem Aufbau der Schule gewidmet“, sagt seine Witwe Maria.

Sein Einsatz für die Schule brachten ihm Anerkennung im Lehrerkollegium sowie den Titel „Hofrat“ ein. „Ich erinnere mich gerne daran, wie warmherzig er mich 1971 in das Lehrerkollegium aufgenommen hat“, sagt die heutige Direktorin Lucia Schneider. Noch lange nach der Pensionierung 1984 zeigte sich Mayrhofer an der Entwicklung der Schule interessiert: „Er war uns bis zum Schluss freundschaftlich verbunden.“

Aufgewachsen ist der im Dezember 1919 geborene Franz Mayrhofer auf dem Kasmader-Bauernhof in Ried. Dass er im Stiftsgymnasium Kremsmünster eine höhere Schulbildung absolvieren durfte, war ein ausdrücklicher Wunsch seiner Mutter. Nach fünfjährigem Kriegsdienst inskribierte er 1945 an der Uni Wien Deutsch und Geschichte. Vier Jahre später schloss er das Studium mit Auszeichnung ab und unterrichtete unter anderem im Petrinum sowie an der Fadingerschule in Linz.

Daheim war Franz Mayrhofer ein liebevoller Familienmensch: „Es waren seine glücklichsten Momente, wenn sich alle daheim versammelt hatten“, sagt seine Tochter Monika. Franz Mayrhofer erlag heute vor einer Woche im 93. Lebensjahr einem Krebsleiden. Er war bis zuletzt geistig aktiv, las literarische Werke und pflegte sein enormes historisches Wissen.

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Artikel Ein Nachruf von Bernhard Leitner 12. März 2012 - 00:04 Uhr
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