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Nach 35 Jahren entlassen: 44.000 Euro für Tischler

Von nachrichten.at/apa, 23. Juni 2024, 11:01 Uhr
Tischler
(Symbolbild) Bild: colourbox.de

LINZ. Die Arbeiterkammer (AK) hat einem Tischler, der nach 35 Jahren im Betrieb zu Unrecht entlassen wurde, vor Gericht fast 44.000 Euro zurückerstritten.

"Weil er sich die Abfertigung sparen wollte, erfand der Chef eines Tischlereibetriebes einen fadenscheinigen Grund für eine fristlose Entlassung", hieß es in einer Aussendung der AK am Sonntag. Dem Mitarbeiter wurde Diebstahl vorgeworfen.

Ein Tischler bekam nach 35 Jahren im selben Unternehmen eine Kündigung. Damit wären dem Mann die Abfertigung und alle Beendigungsansprüche zugestanden. "Kurz vor Ende der Kündigungsfrist wurde das offensichtlich auch dem Arbeitgeber bewusst. Und es war ihm nicht zu blöd, dem langjährigen Mitarbeiter Diebstahl vorzuwerfen und ihn fristlos zu entlassen. Damit hätte der Tischler all seine Ansprüche verloren", berichtete die AK.

Klage erfolgreich

Die AK ging für den Mann vor das Arbeits- und Sozialgericht und klagte die offenen Ansprüche - die Abfertigung in Höhe von zwölf Monatsentgelten, offenen Lohn, noch nicht beglichene Sonderzahlungen, Urlaubsersatzleistung für nicht verbrauchten Urlaub sowie eine Kündigungsentschädigung für den Zeitraum zwischen ungerechtfertigter Entlassung und Kündigungsfrist - erfolgreich ein. Die Vorwürfen waren unberechtigt und die Entlassung erfolgte zu Unrecht. Der Arbeitnehmer bekam fast 44.000 Euro nachgezahlt.

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58  Kommentare
58  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
zinnia (3 Kommentare)
am 25.06.2024 21:48

Tischler haben momentan die Auftragsbücher sicher nicht voll, 44.000 sind existenzbedrohend. Die feine Art ist es allerdings auch nicht. Abfertigung NEU hat durchaus Vorteile!

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StefanieSuper (5.279 Kommentare)
am 24.06.2024 17:42

Diese Summe mag auf den ersten Blick hoch sein. Wenn man aber bedenkt, was es ausgleichen soll Abfertigung, Lohn für Kündigungsfrist etc., dann weiß man, dass Tischler nicht zur den "Großverdienern" gehören und das, obwohl sie oft ein "Wunder" vollbringen müssen und echte Profis sind. Ich habe einen Bekannten, der auch nach 35 Jahren gekündigt wurde, weil der Chef leiser treten wollte. Er hat sehr gestaunt, wie mickrig sein Arbeitslosengeld war. Natürlich hat er - als äußerst bewährter Arbeiter - wieder Arbeit in der Branche gefunden. Seine Gesundheit hat durch seine Tätigkeit gelitten und wenn ihm das in wenigen Jahren wieder passiert, dann sieht es wohl schlecht aus. Der Chef dieses Arbeiters ist dann noch sehr bekannt worden, durch die Erzeugung des kleinen Elefanten, damit die Allgemeinheit wusste, wieviel groß der Mindestabstand ist. Wieviel dieser herzige Arbeitsgeber für die Kränkung zu zahlen hat, weiß man leider noch nicht,

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teja (5.984 Kommentare)
am 24.06.2024 14:45

Geht's der Wirtschaft gut geht's uns allen gut?

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espresso.perdue (741 Kommentare)
am 24.06.2024 14:16

Einen Mitarbeiter nach 35 Jahren rausschmeissen, ist schon übel. Das klingt nicht gut.

Wenns vorher schon Probleme, Abmahnungen gab, warum hat man den Mann 35 Jahre behalten ?

Und wenn nicht, warum kam der Unternehmer erst jetzt drauf, dass ältere Mitarbeiter mehr kosten ? Und als Lösung, den teuersten einfach rausschmeissen ?

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angerba (1.805 Kommentare)
am 24.06.2024 08:48

Kann mir nicht vorstellen, dass ein "freier Advokat" gratis arbeitet, die AK ist in diesem Fall sicher die bessere Wahl!

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:58

Erstberatung ist normalerweise kostenlos, die Kosten zahlt der Verlierer des Rechtsstreits.
Bei Arbeitsgericht laufen die Spielregeln zurecht eher für die Arbeitnehmer. Verstanden?

Eine Rechtschutzversicherung um ein paar EUR pro Monat würde auch dieses Risiko nehmen.

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 09:02

Zur Info: Umfassender Arbeitsrecht-Rechschutz kostet ab 5-6 EUR pro Monat.
Freie Anwaltswahl etc.

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:00

Beim freien Anwalt hätte es am Ende auch ohne Versicherung gar nichts gekostet.

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Hofstadler (1.384 Kommentare)
am 23.06.2024 19:36

Fristlose wird zur Kündigung🤷‍♂️
Seinen Job ist der Arbeitnehmer trotzdem los😉

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vinzenz2015 (47.494 Kommentare)
am 23.06.2024 19:10

Dennoch polemisieren manche gegen die AK!?

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:39

Was heißt dennoch?

Der Arbeitsrichter hat entschieden und nicht die AK, welche ohnehin nur die leichteren Fälle vertritt.

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soistes (862 Kommentare)
am 24.06.2024 09:24

Es geht auch ohne die AK. Einfach am Arbeitsgericht einklagen.
Ich habs mit Erfolg gemacht, nachdem sich die AK geziert hatt.

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user_0815 (1.800 Kommentare)
am 24.06.2024 11:19

Leider eine Kammer wie jede andere...

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betterthantherest (35.271 Kommentare)
am 23.06.2024 18:17

Stil kann man halt nicht kaufen.
Charakter auch nicht.

Hauptsache: Facharbeitermangel beklagen.

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vahida_maglajlic (466 Kommentare)
am 23.06.2024 20:19

Die Wirtschaftskammer schaut zu. Kennst di aus!

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:40

Was sollte sie denn (aus deiner Sicht) in solchen Fällen tun?

Es gibt Arbeitsgerichte, wo man Missverständnisse und unterschiedliche Meinungen klärt.
Die WKO hat damit absolut nichts zu tun.

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SePatzian (1.981 Kommentare)
am 23.06.2024 18:08

(K)Einzelfall!

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:41

Diebstähle, die schwer zu beweisen sind?
Oder inszenierte Entlassungen anstatt Kündigungen, um Kosten zu sparen?

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despina15 (10.091 Kommentare)
am 24.06.2024 16:46

Hab ich auch erlebt, AK hat mir geholfen,
mussten mich wieder einstellen, war damals
keine angenehme Sache, wegen nicht Ansuchen
des Karenzjahres, hatte alle Bestätigungen!

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SePatzian (1.981 Kommentare)
am 23.06.2024 17:56

Gibt es Schindluder irgendeiner Art mit welchem verwahrloste Arbeitgeber noch nicht auffällig wurden?

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soistes (862 Kommentare)
am 23.06.2024 17:16

Der hat gar keine Gewerkschaft dazu gebraucht.
Die AK kanns ebenfalls, auch wenn in diesem Fall diese gar nicht nötig gewesen wäre.

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Natscho (5.093 Kommentare)
am 23.06.2024 16:51

Der gehört noch wegen Verleumdung in Grund und boden geklagt

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:04

Der ehemalige Mitarbeiter ist frei, das jederzeit zu tun.

Wobei Verleumdung schwer nachzuweisen ist, weil man nachweisen muss, dass die Gegenseite weiß, dass die behaupteten Anschuldigungen nicht stimmen. Und das wiederum kann schnell ins Gegenteil umschlagen, weil Arbeitsrecht und Strafrecht andere Maßstäbe der Beweisführung anlegen.

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spoe (14.371 Kommentare)
am 23.06.2024 16:09

Man sieht hier, dass ein freiwilliger Umstieg auf "Abfertigung neu" ein großer Vorteil für die Arbeitnehmer ist/wäre, auch wenn AK und Gewerkschaft davon abraten.

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Natscho (5.093 Kommentare)
am 23.06.2024 16:51

Man sieht hier, dass Arbeiterkammer wichtig ist um gierige und gewissenlose Schwarze Schafe unter den Unternehmen Benehmen beizubringen

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spoe (14.371 Kommentare)
am 24.06.2024 07:02

Macht jeder Anwalt auch, und die Rechtschutzversicherung dafür kostet Kleingeld.

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:04

Und der Anwalt übernimmt im Gegensatz zur AK alle Fälle, also auch die weniger einfachen und aussichtsreichen.

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zh66 (217 Kommentare)
am 24.06.2024 06:22

Ganz sicher. Die Rendite bei Abfertigung neu ist ja schwindelerregend...Sarkasmus off

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spoe (14.371 Kommentare)
am 24.06.2024 07:04

Aber man verliert nichts bei Selbstkündigung und Entlassung.

Ebenso wenn man sehr lange beim selben Unternehmen arbeitet, steht man an.

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teja (5.984 Kommentare)
am 24.06.2024 07:03

Die neue ist nur viel niedriger, ja es ist ein Vorteil, aber für den Unternehmer.

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:06

Nein ist nicht niedriger in Summe und geht wenigstens nicht verloren bei Entlassung und Selbstkündigung. Bei langer Betriebszugehörigkeit wird auch weiter eingezahlt und ist nicht limitiert.

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sandeross (183 Kommentare)
am 23.06.2024 15:12

Was sagt die WKO und der Herr Mahrer dazu?
Hat ja sonst auch immer einen Kommentar zu allem.

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amha (11.717 Kommentare)
am 23.06.2024 15:32

Fragens ihn halt!

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spoe (14.371 Kommentare)
am 23.06.2024 16:08

Der AG hat halt vor Gericht verloren, weil er nicht alles ausreichend beweisen konnte.
Ob es den Diebstahl nun gegeben hat oder nicht, wissen wir alle nicht.

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Natscho (5.093 Kommentare)
am 23.06.2024 16:52

jaja

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vahida_maglajlic (466 Kommentare)
am 23.06.2024 20:31

Üble Unterstellung, wundert mich nicht, dass sie sonst immer wirtschaftskammerfreundlich schreiben, woran das wohl liegen mag? An ihrem guten Charakter?

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spoe (14.371 Kommentare)
am 24.06.2024 07:04

Fakten

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jeep42001 (1.556 Kommentare)
am 23.06.2024 13:31

Eine klare Vereumdung ist kein vergehen, sondern eine strafbare Handlung.
Eine Geldstrafe ist das Mindeste.
Im Widerholunhsfall, der Entzug der Gewerbeberechtigung.!

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Kopfnuss (10.039 Kommentare)
am 24.06.2024 08:06

Wo gibt es eine Verleumdung?
Erkundigen Sie sich bitte, was das bedeutet, was Sie behaupten.

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betterthantherest (35.271 Kommentare)
am 23.06.2024 12:41

Wirtschft 20.24

Ach ja auch bei den Tischlern jammern die AG ständig über Facharbeitermangel.

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vahida_maglajlic (466 Kommentare)
am 23.06.2024 20:46

Die Spargelbauern bejammern auch Sklavenmangel.

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filibustern (658 Kommentare)
am 23.06.2024 12:24

... und ich hoffe, dass nicht nur dem Tischler seine wohlverdienten Ansprüche erstattet wurden, sondern auch, dass der Arbeitgeber eine satte Strafe aufgebrummt bekommen hat, da er hier offensichtlich einen Betrug versucht hat.

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betterthantherest (35.271 Kommentare)
am 23.06.2024 13:05

Richtig.

Interessanterweise sind die sonst so wortgewaltigen Herren der WKO stets schweigsam.
Wenn wieder einmal eine solche nicht seltene Sauerei öffentlich wird.

Man könnte meinen die WKO duldet solche Gebaren ihrer Mitglieder.

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amha (11.717 Kommentare)
am 23.06.2024 13:13

Na Sie sind mir win Lustiger! Wenn morgen irgend ein Arbeiter blau macht, dann kommt auch kein normaler Mensch auf die Idee, der AK Duldung vorzuwerfen.

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vahida_maglajlic (466 Kommentare)
am 23.06.2024 20:45

Die Schwere und die Folgen der Tat sind jedoch höchst unterschiedlich. So wie die richtigen schweren Sozialverbrecher nach Lage der Dinge auf Unternehmerseite anzusiedeln sind. Mir ist also der gewerbsmäßige Eierdieb lieber als korrupte ÖVP-Unternehmer, der Existenzen zerstört.

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2good4U (18.356 Kommentare)
am 23.06.2024 12:15

Hier gehört das Gesetz dringend nachgebessert.
Es kann ja nicht sein, dass z.B. der Diebstahl von ein paar Holzplatten um z.B ein paar hundert Euro es rechtfertigen würde die gesamte Abfertigung einzubehalten?!

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Juni2013 (10.400 Kommentare)
am 23.06.2024 12:24

2goog4U, ab wieviel Holzplatten, bzw. ab wieviel hundert Euro ist es bei Ihnen ein Diebstahl?
Mit Ihrer Einstellung, die offensichtlich nicht unterscheidet zwischen mein und dein, würde ich Sie nie in meinem Betrieb einstellen!

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2good4U (18.356 Kommentare)
am 23.06.2024 16:20

Ich habe mich offensichtlich falsch ausgedrückt.
Natürlich ist es ein Diebstahl.

Aber ein Diebstahl von Waren im Wert von z.B. 500€ rechtfertigt nicht, dass ein Arbeitgeber dem Arbeitnehmer 44.000€ nimmt.

Meiner Meinung nach hat das eine mit dem anderen absolut nichts zu tun.
Wer klaut sollte angemessen bestraft werden, aber das hat mit der Abfertigung nichts zu tun.

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Juni2013 (10.400 Kommentare)
am 23.06.2024 17:53

Ein Diebstahl von € 500.- rechtfertigt nicht, dass ein Arbeitgeber diesen Dieb fristlos kündigt?

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2good4U (18.356 Kommentare)
am 24.06.2024 08:25

Du willst mich bewusst falsch verstehen, oder?

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