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Mühlviertel

Zwei Fälle kollabierter Kinder: Kritik an überfüllten Schulbussen

Von Bernhard Leitner  20. November 2021 00:04 Uhr

Im Schulbus sind Mindestabstände oft nicht möglich.

RIED IN DER RIEDMARK. Einen Appell für eine Aufstockung der morgendlichen Schulbus-Kapazitäten richten Eltern aus Ried in der Riedmark an die Verantwortlichen.

Vor allem die Linie 352 zu den höheren Schulen in Perg sei regelmäßig heillos überfüllt, erzählt eine betroffene Mutter. Bereits zweimal sei es vorgekommen, dass Schulkindern im Bus schlecht geworden sei: "Einmal musste die Busfahrerin sogar die Fahrt beim Perger Hauptplatz abbrechen und die Rettung alarmieren, weil ein junger Fahrgast ohnmächtig wurde."

Bereits vor einem Jahr hätten Eltern wegen der vollen Busse mit dem Verkehrsverbund Kontakt aufgenommen und versucht, eine Lösung zu erreichen. Leider habe das zu keiner merkbaren Verbesserung der Lage geführt. Regelmäßig würden Schulkinder an Haltestellen stehen gelassen, weil es keinen Platz mehr im Bus gebe. "Während in der Schule getestet und separiert sowie auf die Distanz zwischen den Kindern geachtet wird, ist in öffentlichen Verkehrsmitteln scheinbar alles erlaubt."

Beim OÖ Verkehrsverbund bedauert man auf OÖN-Anfrage die beiden Zwischenfälle. Grundsätzlich würden die Daten aus der automatischen Fahrgastzählung für die angesprochene Linie aber keinen Hinweis auf eine Überfüllung geben. Zudem setze man auf der Linie 352 bereits einen Verstärkerbus ein. "Während der Hauptverkehrszeit befinden sich durchschnittlich 39 Personen im Bus. Dieses Busmodell verfügt insgesamt über 42 Sitzplätze", informiert Verkehrsverbund-Sprecher Klaus Wimmer.

Da es im Linienverkehr keine gesetzliche Verpflichtung gibt, jedem Fahrgast einen Sitzplatz zur Verfügung zu stellen, müssen in der Hauptverkehrszeit auf einigen Verbindungen auch die Stehplätze genutzt werden. "Gemessen an allen zur Verfügung stehenden Sitz- und Stehplätzen sind die Verbindungen zu den genannten Zeiten nur zu rund 50 Prozent ausgelastet."

Das Problem sei vielerorts, dass bei Schulbussen oft nicht der gesamte Platz, speziell im hinteren Bereich der Fahrzeuge, genutzt wird. "Weil viele Personen nahe an den Türen stehen, ist es in den Bussen oft bei weitem enger, als dies sein müsste", sagt Wimmer und appelliert an die Schülerinnen und Schüler, den gesamten Platz im Bus zu nutzen. So könnten brenzlige Situationen wie zuletzt vermieden werden.

Artikel von

Bernhard Leitner

Lokalredakteur Mühlviertel

Bernhard Leitner
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