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"Wir würden nicht einen aufnehmen, sondern gleich fünf"

Von Bernhard Leitner   08.Oktober 2019

Der Bedarf heimischer Unternehmen an gut ausgebildeten Software-Spezialisten ist ungebrochen groß. Bestes Beispiel dafür war vergangene Woche der Firmentag an der HTL Perg. 55 Unternehmen – so viele wie noch nie – waren dazu nach Perg gekommen, um sich als potenzielle Arbeitgeber für die jungen IT- und Informatik-Fachleute in Stellung zu bringen. Klassische Software-Häuser waren ebenso dabei wie Logistik-Unternehmen, Banken, Baukonzerne oder Handelsketten wie Hofer. "Das Interesse an unserem Firmentag wächst von Jahr zu Jahr. Schön langsam stoßen wir aber an unsere Kapazitätsgrenze", sagt Gerhard Zweimüller, Obmann des HTL-Absolventenvereins und Organisationschef des Informationstags.

"Ich denke, jeder von uns hier würde nicht nur einen Absolventen der Schule aufnehmen, sondern am besten gleich fünf", sagt Wilfried Seyruck, Geschäftsführer der Programmierfabrik in Hagenberg. Der Markt in Oberösterreich sei derzeit extrem ausgedünnt. Er sprach in Perg gezielt auch Mädchen an: "Da besteht nicht die Gefahr, dass sie zuerst noch zum Bundesheer müssen. Die können dann gleich bei uns anheuern."

Bei einigen der Firmenstände waren auch Absolventen der Perger HTL im Einsatz, um den Schülerinnen und Schülern Tipps zum reibungslosen Umstieg vom Schul- ins Berufsleben zu geben. So etwa Markus Grudl und Kevin Voss vom Linzer Software-Haus SecureGuard: "Wir können aus eigener Erfahrung recht gut vermitteln, worauf es ankommt, damit der Einstieg ins Berufsleben gelingt. Das versuchen wir heute an den Mann und an die Frau zu bringen."

Umworben wurden die Perger HTL-Schüler nicht nur mit exzellenten Karriere-Möglichkeiten in der IT-, Mechatronik- und Projekt-Sparte, sondern auch mit Sozialleistungen wie firmeneigenem Fitness-Center sowie dem Einsatz in internationalen Projekten. "Gerade junge Leute wollen etwas von der Welt sehen. Da wir Kunden in mehreren Ländern haben, ist das ein Argument, mit dem wir aktiv in die Bewerbungsgespräche gehen", sagt Jürgen Reiter vom Marchtrenker Logistik-Spezialisten TGW.

Die Schülerinnen und Schüler nutzten den Firmentag nicht nur, um Kontakte für die Zeit nach der Matura zu knüpfen. "Für uns zählt jetzt einmal, einen Platz für das Pflichtpraktikum zu bekommen. Aber man bekommt natürlich auch einen ersten Eindruck davon, wie breit das Spektrum ist, in dem man später einmal arbeiten kann", sagt Nikola Romami, Schülerin der zweiten HTL-Klasse.

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