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Mühlviertel

Warum das Freistädter Bier nicht in die Dose kommt

24. Mai 2022 15:11 Uhr

Braucommune Klimaschutz
Für ihre energiesparende Kälteerzeugung erhielt die Braucommune eine „klima.aktiv“-Auszeichnung. Von links: Bgm. Christian Gratzl, Landesrat Stefan Kaineder, LInz AG Generaldirektor Erich Haider, Bettina Mairwöger und Ewald Pöschko von der Braucommune Freistadt und Bernd Freisais (Linz Energieservice GmbH).

FREISTADT. Die vor vier Jahren gestartete Klimastrategie für CO2-neutral gebrautes Bier macht gute Fortschritte

Das Bierbrauen ist eine energieintensive Angelegenheit: Zunächst ist beim Brauen im Sudhaus viel Wärme erforderlich, danach braucht es für die Gärung und Lagerung eine konstante Zufuhr von Kälteenergie. Kein Wunder, dass Brauereien derzeit im Hinblick auf die gestiegenen Energiepreise und die Notwendigkeit des Klimaschutzes nichts unversucht lassen, um ihren Energieeinsatz zu senken. 

Die Braucommune Freistadt darf sich in diesem Bemühen durchaus als Vorreiter fühlen. Bereits beim Umbau des Brauhauses vor der Landesausstellung 2013 wurden Maßnahmen zur Energieeinsparung gesetzt. 2018 folgte der Start eines mit dem langjährigen Versorgungspartner Linz AG erdachten Energieeffizienz-Projekts. Dieses soll die Braucommune zur ersten Brauerei Oberösterreichs mit durchgängig grünem Herstellungsprozess machen. 

Gestern wurde gemeinsam mit Klimaschutz-Landesrat Stefan Kaineder, Linz AG Chef Erich Haider und Bürgermeister Christian Gratzl eine Zwischenbilanz dieser Strategie gezogen. Geschäftsführer Ewald Pöschko betonte die Zielsetzung, die Braucommune zu einer energieautarken Brauerei und das Freistädtedr Bier zu einem CO2-neutral gebrauten Bier zu machen. „Deshalb verzichten wir zum Beispiel komplett auf Dosen oder PET-Flaschen. 98 Prozent unserer Biere werden in Mehrwegflaschen abgefüllt, die einen 60-fachen Umlauf durchlaufen.“ 

Sogar Gärgas wird recycelt 

Weitere Maßnahmen wie der Einsatz energiesparender LED-Beleuchtung, einer Wärmerückgewinnung sowie von Dachträgern aus Holz mit 45 Metern Spannweite im neuen Logistikzentrum tragen dazu bei, den ökologischen Fußabdruck klein zu halten. In der Brauereitechnik konnte durch Modernisierung der Energieverbrauch bereits um 50 Prozent reduziert werden. Schon bald soll die Belieferung der Gastronomie im Stadtgebiet mit einem Elektro-Lkw erfolgen. Sogar das bei der Gärung freigesetzte CO2 wird abgesondert und gefiltert, um es in der Limonadenproduktion erneut verwenden zu können.

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