Lade Inhalte...

Mühlviertel

Stadt will Perger Familien bei Entsorgung voller Windeln entlasten

Von Bernhard Leitner  21. November 2020 07:15 Uhr

Stadt will Perger Familien bei Entsorgung voller Windeln entlasten
Anneliese Angerer und Viktoria Frühwirth setzten den Windelsack durch.

PERG. Eltern von Neugeborenen können ab Jänner 2021 am Perger Gemeindeamt zusätzliches Kontingent an Restmüll-Säcken beantragen.

Windeln, so weit das Auge reicht: Wer Kleinkinder hat, weiß, wie viel zusätzlicher Hausabfall anfällt, wenn die Kleinen noch gewickelt werden müssen. Wenn gleich zwei oder mehr Kinder gleichzeitig auf Windeln angewiesen sind, übersteigt das gleich einmal die Kapazitäten der Restmülltonne.

Ab kommendem Jahr verspricht die Stadtgemeinde Perg den betroffenen Familien Abhilfe: Auf Initiative der SPÖ wurde im dieswöchigen Gemeinderat die Einführung eines "Windelsacks" beschlossen. "Seit vielen Jahren haben wir das Thema immer wieder aufs Tapet gebracht, aber leider nie die nötigen Mehrheiten für eine Windeltonne zur Entlastung unserer Familien gefunden", sagt Stadträtin Anneliese Angerer, die im Umweltausschuss der Gemeinde tätig ist. Nun sei es aber gelungen, in Zusammenarbeit mit Gemeinderätin Viktoria Frühwirth im Sozialausschuss das Projekt auf Schiene zu bringen. "Wir konnten die anderen Fraktionen davon überzeugen, dass eine zusätzliche, unkomplizierte Entsorgungsmöglichkeit für Windeln eine enorme Hilfe für die Familien wäre", sagt Frühwirth. Sie ergänzt, dass sich das Angebot nicht nur an Familien mit Babys und Kleinkindern richtet, sondern auch an pflegende Angehörige, die ältere Personen daheim betreuen.

Um die Durchführung möglichst einfach zu gestalten, wird mit dem Windelsack keine zusätzliche Sammeleinheit geschaffen, sondern es kommen die üblichen, schwarzen Restmüllsäcke zum Einsatz. Damit kann auch die Privatsphäre von Erwachsenen geschützt werden, die Windeln benötigen. "Ab Jänner können Eltern bei der Anmeldung ihrer Kinder am Gemeindeamt ein zusätzliches Kontingent an Restmüllsäcken beantragen", erklärt Frühwirth. Für Neugeborene werden 12 Säcke jährlich ausgegeben, für die Älteren 15. Die betroffenen Familien ersparen sich damit die Umstellung auf ein kürzeres – und damit teureres – Abholintervall ihres Haushaltsmülls.

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Artikel von

Bernhard Leitner

Lokalredakteur Mühlviertel

Bernhard Leitner
Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Mühlviertel

4  Kommentare expand_more 4  Kommentare expand_less