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Pilotprojekt am Land: Radboxen beim Bahnhof

20.September 2021

Pilotprojekt am Land: Radboxen beim Bahnhof
KEM-Manager Johannes Großruck, Innovametall-Chef Klaus Pichlbauer und die drei Bürgermeister Alfred Allersdorfer, Klaus Falkinger und Erich Sachsenhofer präsentierten das Pilotprojekt "Radboxen im ländlichen Raum".

Versperrbare Radboxen sollen bis Ende Oktober beim Parkplatz auf der Kleinzeller Kreuzung errichtet werden – zum Nutzen der Pendler.

Die drei Gemeinden Kleinzell, St. Ulrich und Niederwaldkirchen wollen damit an diesem Knotenpunkt bessere Rahmenbedingungen schaffen, um Pendlern den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu erleichtern. Denn gerade ein teures E-Bike offen stehen zu lassen, komme für viele nicht infrage. "Mit den fünf Radboxen setzen wir einen kleinen, aber wichtigen Schritt, denn die letzte Meile ist im öffentlichen Verkehr immer die teuerste", sagt Kleinzells Bürgermeister Klaus Falkinger, der sich auch für den Erhalt der Mühlkreisbahn einsetzt – wohl wissend, dass es auch Begleitangebote braucht. In seinem Amtskollegen aus Niederwaldkirchen, Erich Sachsenhofer, hat er einen Mitstreiter gefunden: "Wir als Gemeinden sind gefordert, diese letzte Strecke zu organisieren, denn nur dann werden öffentliche Verkehrsmittel auch genutzt. Solche Systeme werden Teil des Verkehrskonzeptes der Zukunft sein müssen."

"Mit der Box hat sich dann auch das leidige Problem gelöst, wo man den Radhelm oder die Regenkleidung verstauen soll", sagt St. Ulrichs Ortschef Alfred Allersdorfer als dritter Bürgermeister im Bunde.

Großes Potenzial

4800 Menschen aus den drei Gemeinden können den Bahnhof in nur 15 Minuten mit dem Fahrrad erreichen – Potenzial gebe es also mehr als genug. Für die Realisierung hat man mit Innovametall aus Niederkappel einen Partner aus der Region ins Boot geholt. Deren Safetydock-Boxen sind schon in ganz Österreich zu finden. Geschäftsführer Klaus Pichlbauer ist überzeugt, dass solche Mobilitätskonzepte entscheidend für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sind. Und überhaupt: "Zehn Minuten mit dem Rad zu fahren, ist doch viel besser, als zehn Minuten im Stau zu stehen", weiß der Unternehmer. Unterstützt wird das 30.000 Euro teure Vorhaben vom Land OÖ und der Klima- und Energiemodellregion. KEM-Manager Johannes Großruck: "Je höher die Haltestellenqualität ist, umso größer ist die Akzeptanz für den öffentlichen Verkehr bei den Pendlern."

Mit der Registrierung auf www.safetydock.com können übrigens alle Stationen bundesweit genutzt werden.

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28. November 2021