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Mühlviertel

Mühlviertler Kliniken betreuten im ersten Corona-Jahr 630 Patienten

05. März 2021 11:48 Uhr

Corona-Bilanz
Im ersten Jahr wurden 630 Patienten betreut, davon 44 auf den Intensivstationen

44 Patienten brauchten in Rohrbach und Freistadt eine intensivmedizinische Betreuung

MÜHLVIERTEL. Am Montag jährt sich die Aufnahme des ersten Covid-Patienten in einem oberösterreichischen Krankenhaus (Steyr). Eineinhalb Wochen später, am 19. März, wurde auch im Klinikum Freistadt der erste Corona-Patient aufgenommen - am 22. März dann auch am Klinikum Rohrbach.

Im vergangenen Jahr wurden in Rohrbach und Freistadt insgesamt mehr als 630 Covid-infizierte Patient betreut. Davon bedurften 44 einer intensivmedizinischen Betreuung. Vor allem in der zweiten Welle waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken schwer gefordert, stiegen doch die Aufnahmezahlen im Vergleich zur ersten Welle auf das 25-Fache. Der bislang traurige Höhepunkt der Corona-Pandemie war im Klinikum Rohrbach Mitte November 2020, als der gesamte Bezirk Rohrbach die weltweit meisten Corona-Neuinfektionen zu verzeichnen hatte. Am 16. November wurde der Höchststand erreicht. An diesem Tag waren 71 infizierte Patienten in Rohrbach in Behandlung, davon fünf auf der Intensivstation. Nur zwei Tage später verzeichnete man in Freistadt den Höchststand mit 48 Patienten. Der „Rekord“ an Intensivpatienten wurde am 1. Dezember mit insgesamt sechs Personen verzeichnet. Damit war die Freistädter Intensivstation voll ausgelastet.

Alle Altersgruppen belastet

Die Bilanz in den Mühlviertler Spitälern nach einem Jahr Corona-Pandemie belegt: Das Virus trifft fast alle Altersgruppen, am stärksten jedoch die Älteren. Es wurden Patienten im Alter zwischen 14 und 98 Jahren behandelt. Im Durchschnitt waren die Erkrankten in Rohrbach 69 Jahre alt, in Freistadt 80 Jahre.

„Wir erlebten in dieser schweren Zeit einen Ausnahmezustand, in dem alle zusammenrückten und sich gegenseitig unterstützten: Ärzte anderer Fachrichtungen sprangen den Intensivmedizinern bei, Physiotherapeuten übernahmen Pflegeaufgaben, damit Krankenpflegerinnen wiederum das Intensivpersonal unterstützen konnten. Anästhesiepflegerinnen und andere Mitarbeiter, die sonst im OP-Bereich arbeiteten, halfen bei der Bedienung der Beatmungsgeräte mit. Vielerorts entstand durch die gemeinsam zu bewältigenden Herausforderungen ein noch intensiveres Zusammengehörigkeitsgefühl“, beschreibt Wolfgang Tenschert, ärztlicher Direktor am Klinikum Rohrbach die damalige Situation, die sich wohl niemand zurückwünscht.

Besonders am Klinikum Freistadt traten übrigens vermehrt extrem schwere Fälle auf. „Ich bin glücklich, dass ich überlebt habe und dass so viele für mich darum gekämpft haben“, sagt etwa ein 68- jährige Patient, der ohne Vorerkrankungen so stark vom Virus getroffen wurde und im Klinikum Freistadt über viele Wochen gesund gepflegt wurde.

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