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Jeder Atemzug ein Kraftakt: Kinder holen im "kokon" Luft

11. Jänner 2021, 00:04 Uhr

ROHRBACH-BERG. Atemphysiotherapie zählt zu den Schwerpunkten der Kinder-Reha.

Wenn Atemwegs- oder Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale, chronische Bronchitis oder Infekte jungen Menschen die Luft nehmen, schränkt das ihre Lebensqualität stark ein. Auch nach einer Herz-Operation oder nach Frühgeburten kann es zu erheblichen Problemen kommen. Dabei ist mit einer frühzeitigen Atemphysiotherapie sehr viel möglich. Im kokon Rohrbach-Berg begleiten Therapieleiterin Viktoria Höfler und zwei weitere Atemphysiotherapeutinnen die Kinder mit viel Einfühlungsvermögen in einen möglichst beschwerdefreien Alltag.

"kokon" hat Sonderstellung

Das kokon Rohrbach-Berg ist die einzige Kinder-Reha in Österreich, in der die Indikation Pulmologie (Lungenerkrankungen) abgedeckt wird. Viktoria Höfler ist hier von Beginn an dabei. Die 36-jährige Mühlviertlerin ihre ist ausgebildete Physiotherapeutin mit Spezialgebiet Atemphysiotherapie. "Bei einer Pulmologie-Indikation dauert die Reha meist drei Wochen und baut hauptsächlich auf der Atem- und Bewegungstherapie auf", sagt Höfler.

Durch die spielerische Herangehensweise lernen die Kinder und Jugendlichen mit umso mehr Freude, wie sie ihre Atmung besser wahrnehmen und vertiefen können. "Vor allem bei Kleinkindern kann man über die Hände des Therapeuten, die am Brustkorb oder Bauch platziert sind, die Aufmerksamkeit des Kindes auf die eigene Atmung fördern", sagt Höfler. "Am besten ist eine tiefe, ruhige Atmung, weil hier der Gasaustausch in der Lunge optimal funktioniert."

Auch allerlei Hilfsmittel kommen zum Einsatz: Bei der Sekretmobilisation, die ein besseres Abhusten von Schleim ermöglichen soll, wird etwa ein pfeifenähnliches Atemtherapiegerät verwendet. Auch die Inhalationstechniken lernen und üben die jungen Menschen spielerisch. Dazu gesellt sich allerhand Bewegung: Der Brustkorb wird gezielt mit Klettern an der Sprossenwand mobilisiert, und beim Atemmuskeltraining wird das Zwerchfell gestärkt.

Am meisten freut sich Viktoria Höfler, wenn sie mit ihrer Arbeit gleich der ganzen Familie mehr Sicherheit geben kann: "Solche Erkrankungen verlangen Familien ganz schön viel ab. Viele haben noch gar keine Hilfsmittel, wenn sie zu uns kommen, oder sie sind mit der Inhalation überfordert." Mit viel Aufklärungsarbeit und einem Austausch zwischen den betroffenen Familien werden Zusammenhänge deutlich gemacht, Ruhe in den Alltag gebracht und praxisnahe Inputs mit auf den Weg gegeben. Damit gelingt nach der Reha der Transfer zurück in das gewohnte Leben. "Wir merken, dass es zu vielen Aha-Effekten bei den Kindern und Eltern kommt. Und am Ende sind alle erleichtert, weil es auch im Alltag wieder richtig gut funktioniert", sagt Höfler.

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