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Mühlviertel

Einsprüche abgewiesen: S10 Nord fix

12. Mai 2022 11:30 Uhr

Von Freistadt Nord bis Rainbach kann gebaut werden. (WKO)

RAINBACH. Die OÖ-Landesregierung gibt grünes Licht für das Straßenbauvorhaben „S 10 Mühlviertler Schnellstraße, Abschnitt Freistadt Nord - Rainbach Nord“.

Nach einer mündlichen Verhandlung erging nun der Genehmigungsbescheid. Bei diesem Verfahren wurde vereinfacht gesagt die Naturschutz- und die Landesstraßenbewilligung verhandelt.

Wie berichtet, fand das zweite „teilkonzentrierten Verfahren des Landes OÖ“. mittels einer mündlichen Verhandlung in Rainbach statt. Selbige Einsprüche, die auch schon gegen den UVP - Bescheid eingereicht und in Wien bereits verhandelt und abgewiesen wurden sowie drei weitere Einwendungen von Anrainern, die im Inhalt und Substanz ähnlich waren, wurden auch in diesem Verfahren abgewiesen. Bürgermeister Günter Lorenz ist erleichtert: „Ein großer Tag für Rainbach aber auch für unsere Region und ganz Oberösterreich! Endlich steht dem Weiterbau nichts mehr im Wege. Mit diesem Bescheid ist das Projekt gänzlich genehmigt und ein jahrzehntelanges Ringen hat sich ausgezahlt. Jetzt geht es weiter, um mit dem letzten Abschnitt von Kerschbaum bis Wullowitz den tatsächlichen Lückenschluss bis zur Staatsgrenze zeitnah umzusetzen.“

Erleichterung herrscht auch bei der Autobahngesellschaft Asfinag, wie Projektleiter Leopold Lechner versichert: „Aufbauend auf die Projektgenehmigung wird die Asfinag schon im August 2022 die vorgezogenen Maßnahmen zur Umsiedlung der Schmetterlinge wie den Wiesenknopfameisenbläuling setzen.“

Solche Naturschutzmaßnahmen sind ein Jahr vor Baubeginn umzusetzen damit die Tiere die Ersatzhabitate auch annehmen und der Baubeginn im September 2023 erfolgen kann. Die Grundeinlöse Verhandlungen werden weiter intensiviert, 50 der 72 Grundbesitzer haben bereits die Verträge unterschrieben.

Weitere Gespräche mit allen Grundeigentümern werden bis Juni erfolgen. Die Planung des Bauprojektes laufen auf Hochtouren und die Ausschreibungsveröffentlichung ist noch im Dezember des heurigen Jahres vorgesehen. Der erste Bauabschnitt wird der 996 Meter lange Tunnel „Vierzehn“ sein. Die Verkehrsfreigabe des gesamten Abschnitts ist für Anfang 2027 angestrebt.

„Auch die Planungen für den letzten Abschnitt bis zur Grenze laufen an, damit ein kontinuierlicher Weiterbau zur tschechischen Grenze gewährleistet wird,“ sagt Lechner.

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