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Ein tonnenschwerer Neuzugang im Perger Mühlsteinmuseum

26.April 2021

Ein tonnenschwerer Neuzugang im Perger Mühlsteinmuseum
Manfred Hörzenberger, Andreas Leonhartsberger, Harald Marschner, Josef Kroiss

Wie wird Getreide gemahlen und warum hatte die Mühlsteinerzeugung eine große Bedeutung für Perg? Diese Fragen werden bei einem Rundgang im Freilichtmuseum Steinbrecherhaus beantwortet. In den vergangenen Monaten hat der Verein seine Sammlung an Mühlsteinen deutlich erweitert. Um die Neuzugänge richtig präsentieren zu können, wurde nun, kurz vor Saisonstart, eine Neupositionierung der Mühlsteine notwendig.

Das Problem dabei: Wie bewegt man einen bis zu 1000 Kilogramm schweren Mühlstein auf sehr engem Raum mit hoher Präzision? "Normalerweise arbeiten wir ja nach der ägyptischen Methode: mit Rollen und Hebeln. Aber dieses Mal brauchten wir schweres Gerät, um die Mühlsteine dorthin zu bekommen, wo sie hingehören", sagt Vereinsobmann Harald Marschner. Hilfe kam dabei vom Perger Unternehmen Bulmor Industries: Ein starker Seitenstapler ist das einzige Gerät, das auf so engem Raum zentimetergenau heben und einrichten kann. Diese Präzisionsarbeit am Stapler übernahm Vertriebsleiter Andreas Leonhartsberger aus St.Thomas am Blasenstein. "Er hat enorme Geduld bewiesen. Das war alles andere als einfach", sagt Steinbrecherhaus-Mitglied Manfred Hörzenberger.

Ein tonnenschwerer Neuzugang im Perger Mühlsteinmuseum
Josef Kragl beim Abladen des tonnenschweren Mühlsteins

Um den Stein überhaupt bis zum Vorplatz des Freilichtmuseums zu bringen, war zudem die Unterstützung von Josef Kragl junior, Transportunternehmer aus Lehenbrunn, erforderlich. Mit einem Hebekran platzierte er die neuen Mühlsteine – ebenso kostenfrei – im Freigelände des Museums.

Zu sehen ist die neue Ausstellung im Mühlsteinmuseum Steinbrecherhaus ab 8./9. Mai. Anlässlich des internationalen Museumstages ist an diesen Tagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. (lebe)

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