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Mühlviertel

Brauerei Freistadt braut klimafreundliches Zwickl-Bier

22. August 2019 16:42 Uhr

CO2-frei gebrautes Bier
Bernd Freisais (Geschäftsführer LINZ Energie Service GmbH), Linz AG Vorstandsdirektor Josef Silligan, Linz AG Generaldirektor Erich Haider und Braucommune-Geschäftsführer Ewald Pöschko.

FREISTADT. Eine Million Euro investiert die Braucommune Freistadt in die Energieeffizienz seines Brauprozesses. Am Ende eines mit der Linz AG gestarteten Innovationsprozesses soll das Freistädter „Bio Zwickl“ klimaneutral hergestellt werden.

Bier zu brauen, ist ein energieintensiver Vorgang: Während beim Brauen im Sudhaus ein hoher Energieeinsatz in Form von Wärme erforderlich ist, werden bei der Gärung und Lagerung des Bieres große Mengen an Kälteenergie benötigt, um das Bier im Lagerkeller fünf Wochen bei niedrigen Temperaturen reifen zu lassen. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum für Energieeffizienz und -beratung der LINZ AG, sollen alle Produktionsprozesse so modernisiert werden, dass eine der Freistädter-Bierspezialitäten, das Bio Zwickl, künftig CO2-frei hergestellt werden kann. Das sind immerhin drei Millionen Flaschen pro Jahr. 

„Wir wollen in Zukunft biologisch nachhaltiges Bier erzeugen: Vom Ursprung bis zum Endkunden. Das ist ein Meilenstein in unserer Firmengeschichte“, sagte Braucommune-Geschäftsführer Ewald Pöschko am Donnerstagvormittag bei einem Medientermin in der Brauerei. Auch für Linz AG Generaldirektor Erich Haider hat diese Kooperation Modellcharakter: „Das aktuelle Projekt mit der Braucommune in Freistadt zeigt neue Wege im Klimaschutz auf und macht Energieeffizienz mit dem Ansatz ‚CO2-frei gebrautes Bier‘ in gewisser Weise erlebbar.“

Angesetzt wird bei dieser Kooperation auf mehreren Ebenen: Gebäudeautomation, Energieerzeugung, Heizung, Klimatisierung und Beleuchtung sowie Service-Bereiche. Unter anderem wurde auf dem Dach der Brauerei eine mehr als 1000 m² große Photovoltaik-Anlage montiert. Ein komplexes „Energie-Einspar-Contracting“ der Linz Energiservice (LES) soll die Energiekosten so weit reduzieren, dass aus den erzielten Einsparungen die Innovationskosten schnellstmöglich refinanziert werden. Die Umrüstung auf LED-Beleuchtung, Abwärme-Rückgewinnung und Optimierung der Steuerungstechnik sind weitere Maßnahmen, mit denen der Strombedarf um ein Viertel reduziert wird. Die Projektkosten sollen sich daher binnen eines Jahrzehnts amortisieren.

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