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Aufstellungs-Poker ebnete Weg zu Mauthausener Sensationssieg

MAUTHAUSEN. Andy Pereira rechtfertigte seine Setzung als Nummer-Eins gegen Wiener Neustadt und feierte zwei Einzel-Siege.

Tischtennis Bundesliga Mauthausen

Das Mauthausener Erfolgsteam mit Simon Pfeffer, Bernhard Kinz-Presslmayer und Andy Pereira. Bild: Günther Iby

Einen überraschenden 4:1-Sieg feierte die Askö Glas Wiesbauer Mauthausen gegen das als Meisterschafts-Geheimfavorit gehandelte Team aus Wiener Neustadt. Die Mühlviertler überraschten bereits vor Beginn der Begegnung mit ihrer Aufstellung: Neuzugang Andy Pereira wurde als Nummer Eins nominiert, Simon Pfeffer als Nummer Zwei und Bernhard Kinz-Presslmayer als Nummer Drei. Ein riskanter Schachzug, da der usbekische Neuzugang der Niederösterreicher, Zokhid Kenaev, bis dato noch ungeschlagen war und mit Zsolt Petö auch die langjährige Nummer eins der österreichischen Bundesliga in den Reihen der Wiener Neustädter zu finden war. 

Doch Prereira spielte vor 70 Zusehern im Mauthausener NMS-Turnsaal unfassbares Tischtennis und erteilte Petö mit einem 3:0 (11:4, 11:9, 11:5) eine regelrechte Lehrstunde. „Andy dominierte nach Lust und Laune und lieferte ein nahezu perfektes Tischtennismatch“, war Teamkapitän Kinz-Presslmayer von dem Kubaner begeistert. Mauthausen legte aber gleich noch ein Schäuferl drauf, indem Simon Pfeffer eines seiner besten Spiele für Mauthausen auspackte und nicht weniger überraschend gegen den bisher ungeschlagenen Usbeken Kenaev mit 3:1 auf 2:0 für Mauthausen erhöhte. 

Als nächstes forderte Bernhard Kinz-Presslmayer seinen langjährigen Teamkollegen Martin Storf, der immerhin sechs Jahre für Mauthausen spielte. Der Mauthausener verabsäumte es, eine 2:1 Satzführung nach Hause zu bringen und Martin Storf verkürzte somit auf 1:2. 

Beileibe nichts für schwache Nerven war das Doppel Kinz-Presslmayer und Pereira, die zum ersten Mal zusammenspielten, sahen sich der Paarung Petö/Storf gegenüber. Es war ein Match auf Messers Schneide, in dem die Niederösterreicher schon 5:2 im Entscheidungssatz führten und beim Stand von 10:8 zwei Matchbälle hatten. Am Ende waren es aber die Mauthausener, die vor den Augen ihres Bürgermeisters Thomas Punkenhofer das bessere Ende für sich hatten: 13:11 im Entscheidungssatz. 

Dass er für die im Herbst so hart geprügelten Mauthausener eine absolute Verstärkung darstellt, unterstrich Kuba-Legionär Pereira dann in seinem zweiten Einzel, bei dem er in souveräner Manier Kenaev mit 3:1 eine weitere Niederlage bescherte. Der 4:1-Sieg der Mühlviertler war somit in trockenen Tüchern und Askö Glas Wiesbauer Mauthausen ist nun bereits das dritte Spiel in Folge ungeschlagen. In der Tabelle rangiert Mauthausen auf dem sechsten Platz, punktgleich mit den fünftplatzierten Wiener Neustädtern. Die nächste Bundesliga-Partie ist am 24. Februar auswärts beim achtplatzierten Badener AC angesetzt.

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Artikel Bernhard Leitner 11. Februar 2019 - 17:09 Uhr
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