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Mühlviertel

Zwölf Mühlkreisbahn-Forderungen an die zukünftige Landesregierung

22. September 2015

Zwölf Mühlkreisbahn-Forderungen an die zukünftige Landesregierung
Die Zukunft scheint immer noch nicht auf Schiene.

MÜHLVIERTEL. Aus Sicht der Initiative "Zu(g)kunft Mühlkreisbahn" fehlt der große Wurf der Landesregierung in Sachen Mühlkreisbahn noch immer.

Mit zwölf Forderungen wenden sich die Bahn-Aktivisten schon jetzt an die noch zu wählende Landesregierung der kommenden Legislaturperiode. Neu sind die Forderungen nicht, aktuell aber immer noch.

"Wir wollen keine Nostalgie-Bahn erhalten, sondern die Mühlkreisbahn in ihrer bestehenden Form bis Aigen-Schlägl. Denn wir wissen um deren Wert für die Region und ihre Menschen", sagt Robert Struger, ehemaliger Regionalmanager des ÖBB-Personenverkehrs und vehementer Fürsprecher der Mühlkreisbahn. Man wolle keine "Straßenbahn, die nur ein Stückerl aus der Stadt herausfährt", erteilt er den Plänen einer RegioTram mit Endbahnhof Rottenegg eine Absage.

Für die Mühlkreisbahn in ihrer ursprünglichen Form setzt sich auch Schlägls Abt Martin Felhofer ein. Er sieht die Landesgartenschau 2019 in Aigen-Schlägl als Chance, eine moderne Bahn zu präsentieren. "Es soll kein Begräbnis für die Bahn sein, sondern eine Auferstehung. Unsere Vision ist es, dass die Besucher mit der Bahn umweltfreundlich zur Gartenschau kommen." Er sagt: "Umkehren und Umdenken ist nie ein Fehler."

Mobilität für den Tourismus

Vor allem der Tourismus in der Region sei auf die Bahn angewiesen. Tourismusverband-Geschäftsführer Reinhold List: "Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt und verzichten auf das Verkehrsmittel Auto. Da ergeben sich auch für den Tourismus ganz neue Aspekte. Nur Urlaubsorte und Naherholungsgebiete, die mit der Bahn schnell und komfortabel erreichbar sind, können sich positiv weiterentwickeln." Verkehrsreferent Reinhold Entholzer (SP) sei zwar dankbar für die Unterstützung durch Bürgerinitiativen, rückt aber von der RegioTram-Lösung nicht ab. "Alle vorliegenden Studien und Expertengutachten bestätigen eine optimale Kosten-Nutzen-Relation", sagt er.

 

Die Plattform fordert...

... ein Mobilitätsressort
… ein S-Bahnsystem
… dass bis zum Bahnhof Aigen-Schlägl gefahren wird
…dass die Donauquerung mit Normalspur möglich ist
… Qualitätskriterien lt. Verkehrsdienstevertrag
… eine verbindliche Entscheidung für die Normalspur
… die Aufnahme von Planungen zur Verbesserung der MKB
… eine wesentliche Verbesserung des Angebotes
… dass die MKB das Rückgrat des regionalen ÖV bildet
.… dass der Tourismus mitgedacht wird
… die Verknüpfung mit der Linzer Straßenbahn in Urfahr
… dass die Region im Planungsprozess vertreten ist

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