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Trackshittaz-Interview: „Wie wir immer sagen: Då hoidn ma zsåmm“

FREISTADT. Mit „Alloa bam Fraunz“ wurden die Trackshittaz zu Internetstars, jetzt begeistert Bandmitglied Lukas Plöchl bei „Helden von morgen“. Sein größter Fan ist Bandkollege Manuel Hoffelner, der in den Auftritten die beste Werbung für die Trackshittaz sieht.

„Wie wir immer sagen: Då hoidn ma zsåmm“

Manuel Hoffelner (rechts) und Lukas Plöchl sind die Trackshittaz. Bild:

OÖN: Wie ist es, wenn der Bandkollege auf der Bühne und im Mittelpunkt steht?

Hoffelner: Grundsätzlich ist es gut für uns, weil wir dadurch bekannter werden. Da muss ich jetzt einfach zurückstecken. Aber für mich ist das nicht so das große Problem.

OÖN: Entspricht das auch Euren Persönlichkeiten? Bist Du zurückhaltender und Lukas eher im Vordergrund?

Hoffelner: Nein, eigentlich sind wir uns ziemlich ähnlich. Wir haben beide viel Blödsinn im Kopf und auf der Bühne ergänzen wir uns und liefern eine gute Show ab.

OÖN: Hast Du damit gerechnet, dass Lukas so erfolgreich bei „Helden von morgen“ ist?

Hoffelner: Eigentlich schon. Dass er was drauf hat, sieht man. Ich hätte mir nicht gedacht, dass die Menschen den Hiphop so annehmen. Es hat zwar geheißen, jeder darf in seinem eigenen Genre bleiben, aber wie die Leute das annehmen, ist natürlich eine andere Geschichte. Aber man sieht: Es funktioniert.

OÖN: Warum hast Du Dich nicht bei der Castingshow beworben?

Hoffelner: Leider konnten sich nur Einzelkünstler bewerben. Zeitlich hätte mir die Show aber ohnehin nicht reingepasst, weil ich in der Maturaklasse bin.

OÖN: Wie sind die Trackshittaz entstanden?

Hoffelner: Ich habe mit Lukas Fußball gespielt. Er hat schon 2007 begonnen, Musik zu machen. Und wir haben öfter drüber gesprochen, etwas zu machen. Unsere erste Aufnahme machten wir im Jänner 2010. Mit dem Ergebnis waren wir ganz zufrieden. Dann war der Bandcontest in Freistadt, bei dem haben wir gemeinsam teilgenommen. Elf Tage hatten wir Zeit bis zum Contest. Innerhalb von acht Tagen haben wir sechs Lieder gemacht. Das erklärt auch den Bandnamen Trackshittaz: Wir haben die Tracks rausgesch... In Freistadt haben wir den Contest gewonnen. Beim Finale in Linz waren wir Letzter. Aber wir haben dort eindeutig die meiste Stimmung gemacht. Dann kam „Alloa bam Fraunz“ und damit über Youtube nach und nach die Bekanntheit.

OÖN: Wozu sicher auch das Video beigetragen hat.

Hoffelner: Wir haben uns einfach gedacht, wir tun jetzt zwei Stunden so deppert wie wir können und das filmen wir. Nach einem Monat hatten wir 30.000 Views. Dann berichteten nach und nach Radio und Zeitung darüber.

OÖN: Habt Ihr damit gerechnet, dass „Alloa bam Fraunz“ so einschlägt?

Hoffelner: Jein. Wir haben uns schon gedacht: Wir erzählen in diesem Lied eine so depperte G’schicht, das muss den Leuten gefallen.

OÖN: Ihr wäret auch für einige Auftritte gebucht worden, die wegen „Helden von morgen“ nicht gemacht werden konnten. Ist das nicht schade?

Hoffelner: Natürlich ist das schade, aber wie man sieht ist auch die Show nicht schlecht. Denn bei den iTunes sind wir mit „Oida taunz“ auf Platz eins.

OÖN: Heute tritt Lukas Plöchl mit „Alloa bam Fraunz“ an. Nervt es nicht, da nicht mit auf der Bühne zu stehen?

Hoffelner: Sicher, weil eigentlich ist es ein Dialog. Das würde man natürlich zu zweit besser rüberbringen. Aber es nervt mich nicht, dass er Lieder von uns macht. Das ist die perfekte Werbung für uns.

OÖN: Wie soll es weitergehen mit den Trackshittaz?

Hoffelner: Am besten Geld verdienen, so dass man davon leben kann.

OÖN: Also Berufsmusiker werden?

Hoffelner: Ja, das würde mir schon gefallen. Ich mache gern Musik und Lukas auch. Natürlich soll man auf zwei Füßen stehen, wie er immer so schön sagt. Deshalb studiert Lukas auch und ich mache die Schule.

OÖN: Wie weit glaubst Du, dass er kommt?

Hoffelner: Die Top vier erreicht er locker.

OÖN: Wer ist Lukas stärkster Konkurrent?

Hoffelner: Sicher Cornelia Mooswalder, die hat eine wirklich gute Stimme.

OÖN: Fährst du jede Woche zur Show?

Hoffelner: Ja, heute fahren wir wieder mit einem Bus nach Wien, sogar der Freistädter Bürgermeister kommt mit.

OÖN: In den ersten beiden Shows wart Ihr ja die lautesten Fans. Mit Absicht?

Hoffelner: Mit Absicht. Wir haben uns gedacht, wir kommen da hin als kleine Armee. Vergangene Woche waren wir 62 Leute. Die hört man schon gut. Außerdem haben wir T-Shirts, mit leuchtender Aufschrift.

OÖN: Das ist ja richtig generalstabsmäßig aufgezogen. Von wem geht das aus?

Hoffelner: Von mir und dem Cousin von Lukas. Das erste Mal waren nur 14 Leute. Also haben wir beschlossen, einen Bus zu organisieren. Der ist locker voll geworden. Für heute haben wir nur 40 Karten erwischt. Vielleicht haben sie uns auch nur 40 gegeben, weil wir so laut waren (lacht). Aber wir schauen schon, das wir den Lukas gut unterstützen. Wie wir immer sagen: Då hoidn ma zsåmm.

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Artikel Barbara Eidenberger 05. November 2010 - 00:04 Uhr
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