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Schonungslos mit der eigenen Vergangenheit

BAD ZELL. Das aufwändige Theaterprojekt „Die Hexenmacher. Eine Familienausrottung“ lädt am Samstag zu einem Tag der offenen Probentür.

Theater Hexenmacher

„Wir investieren alle viel Zeit, aber es macht uns allen auch viel Spaß“, sind sich Lizi Pilz (künstlerische Leitung), Andreas Pilz (Bühnenbau) und Martina Fröhlich (künstlerische Leitung) einig. Bild: privat

Recht deutliche Formen nimmt das vom Volksbildungswerk Bad Zell initiierte Theaterprojekt „Die Hexenmacher. Eine Familienausrottung“ an. Seit Anfang März wird intensiv geprobt und die Begeisterung der Beteiligten scheint immer noch zu wachsen. Am Samstag, 16. Juni haben alle Theaterinteressierten die Möglichkeit, bei den Proben einzelner Szenen hautnah dabei zu sein. Die Schauspieler werden an diesem Tag teilweise mit Kostümen auftreten. Der Tag der offenen Tür im Theaterprobenlokal ist zwischen 14 und 16 Uhr im ehemaligen Kaufhaus Kürmayr am Marktplatz. Die Theatergruppe freut sich auf viele Besucher. 

Historische Bühne auf mehreren Ebenen 

Neben dem Schauspiel wird auch an der Ausstattung und am Bühnenbild intensiv gearbeitet „Wir haben uns intensiv mit historischen Vorbildern und dem Alltagsleben dieser Epoche beschäftigt und viel recherchiert“ berichten Lizi Pilz und Martina Fröhlich. Auch bei der Auswahl der Requisiten und legen die beiden Ausstatterinnen viel Wert auf historische Details. Gemeinsam mit Andi Pilz sind sie auch für die Gestaltung des Bühnenbildes verantwortlich. Bespielt werden mehrere Bühnenebenen. Als Inspiration zur Gestaltung dienen noch vorhandene Originale wie die Kerkertüre aus Schloss Zellhof oder das Prangermandl – jedoch werden einige Elemente des Bühnenbildes durchaus modern interpretiert. 

„Es ist viel Arbeit, aber wir alle teilen die Begeisterung und motivieren uns gegenseitig“, sind sich die kreativen Köpfe einig. „Es ist unglaublich, welche Talente in unserem Ort schlummern. Und was entstehen und wachsen kann, wenn alle zusammenhelfen!“ 

Großer Andrang auf Theaterkarten 

Das tragische Schicksal der Bäuerin Magdalena Grillnberger vom Wagenlehnergut in Zell bei Zellhof, die im Jahr 1730 als Hexe zum Tode verurteilt wurde, bewegt offenbar viele Menschen. „Die geplanten Aufführungstermine sind bereits ausreserviert“, sagt Hans Hinterreiter vom Volksbildungswerk Bad Zell. Wer noch Interesse für einen Aufführungstermin hat, kann ein E-Mail an info@diehexenmacher.at senden. Werden Plätze durch Stornierungen frei, wird per E-Mail verständigt. 

Weitere Informationen zum Theater auf www.diehexenmacher.at

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Artikel 14. Juni 2018 - 12:46 Uhr
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