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S10-Nord wird über Summerau gebaut

BEZIRK FREISTADT. Trassenpräsentation der S10-Nord: Rainbach bekommt eine Westumfahrung, der Ausbau bis zur Staatsgrenze bleibt offen

S10 soll den CO2-Ausstoß deutlich verringern

Bild: weihbold

Vor fast zehn Jahren wurde festgelegt, dass die S10 im Norden mit einem Tunnel unter Rainbach führen wird (Variante Mitte). Seit Dezember 2012 steht dieser Plan, wie berichtet, auf dem Prüfstand. Gestern Nachmittag präsentierten die Asfinag und Straßenbaureferent Franz Hiesl das Ergebnis den Bürgermeistern, der Presse und am Abend im Gasthaus Blumauer in Rainbach der Bevölkerung.

Nach Abschluss der Untersuchung steht nun fest: Die acht Kilometer lange Trasse wird im Westen an Rainbach vorbeiführen, um vor allem das Ortszentrum und die Ortschaften Vierzehn und Apfoltern zu entlasten. Summerau und Rainbach bekommen eine eigene Anschlussstelle. "Diese Umfahrung ist als klarer Sieger hervorgegangen", sagt Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag. Das Gelände biete bessere Voraussetzungen für den Lärm- und Umweltschutz, durch den Verzicht auf Unterflurtrassen werde das Grundwasser nicht mehr gefährdet, und es sei auch finanziell die günstigste Lösung.

Tunnel unter Rainbach zu teuer

Zwischen 170 bis 190 Millionen Euro wird der Abschnitt kosten, schätzt Walcher. Das sind um etwa 35 Millionen Euro weniger als bei der Variante Mitte mit einem baulich anspruchsvollen Tunnel (bis zu 1640 Meter) unter Rainbach.

Nächster Schritt ist die Erstellung eines sogenannten Vorprojekts, bei dem die Trasse im Detail geplant wird. Dazu gehören u. a. die Lärmschutzmaßnahmen und die Grundeinlösen. Dann kann der Plan dem Verkehrsministerium zur Prüfung der Umweltverträglichkeit vorgelegt werden.

Aus diesem Grund wurde auch die Variante Ost fallen gelassen: Die mehrfache Querung der Feld-aist hätte diesen Naturraum zu sehr beeinträchtigt.

Kein grünes Licht für Wullowitz

Der letzte S10-Abschnitt bis Wullowitz bleibt weiter in Schwebe. Er hänge vom Weiterbau der Schnellstraße auf tschechischer Seite ab, sagt Hiesl. Dazu gibt es derzeit kein grünes Licht. "Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir den Ausbau bis zur Staatsgrenze schaffen. Aber aus Gesprächen mit Prag zeichnet sich kein konkreter Umsetzungszeitraum ab."

Plangemäß verlaufen dafür die Arbeiten von Unterweitersdorf bis Freistadt. Ende 2014 wird die Umfahrung Freistadt freigeben, 2015 dann die gesamte S10-Süd. (kw)

Grafik: S10-Abschnitt Nord



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Artikel 28. November 2013 - 04:37 Uhr
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