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Mühlviertel

Rohrbach will ersten Standesamts-Verband mit allen 39 Gemeinden des Bezirkes gründen 

25. September 2018 09:35 Uhr

Standesamts-Verband nimmt Formen an
Bürgermeistersprecher Wilfried Kellermann, Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner, Amtsleitersprecher Stefan Königseder, Amtsleiterin Karin Fellhofer, Rohrbach-Bergs Bürgermeister Andreas Lindorfer, Leiter des Standesamts-Verbandes Kirchdorf Josef Wecht (v.l.)

Der Standesamts- und Staatsbürgerschafts-Verband Rohrbach nimmt konkrete Formen an. Das große Ziel ist, dass alle 39 Gemeinden des Bezirkes zusammenarbeiten.

ROHRBACH. Rohrbach könnte der erste Bezirk werden, in dem alle Gemeinden in einem Standesamts- und Staatsbürgerschafts-Verband zusammenarbeiten. In einer Info-Veranstaltung, zu der Bürgermeister, Amtsleiter und Standesbeamte aus allen 39 Gemeinden geladen waren, warb Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner für diese umfassende Zusammenarbeit. Der Leiter des Standesamts-Verbandes Kirchdorf, Josef Wecht - dort wurde 2016 einer der ersten Verbände gegründet  - erzählte von seinen positiven Erfahrungen. Nach einer Präsentation der Grundüberlegungen wurden die  Eindrücke und die Stimmung in einem Workshop in sieben Gruppen abgefragt. Das Resümee stellte sich äußerst positiv dar: Alle Gemeinden des Bezirkes sprachen sich eindeutig für die Gründung eines Standesamts-Verbandes mit Sitz in der Bezirkshauptstadt aus. Dort können die Kompetenzen entsprechend gebündelt werden. Die präsentierten Punkte hinsichtlich Verbandsstruktur, Arbeitsteilung zwischen Verbandssitz und kommunalen Standesämtern, sowie die Nachvollziehbarkeit der Kostenteilung fand die volle Zustimmung aller Anwesenden.

Qualität im Vordergrund

Rohrbach-Bergs Amtsleiterin nennt die größten Vorteile eines Standesamts-Verbandes: „Dort werden speziell geschulte Mitarbeiter tätig sein, die das nötige Fachwissen haben, rasch qualifizierte Auskünfte geben und einzelne Fälle schneller abwickeln können. Gerade die immer mehr werdenden Auslandsberührungen sind ein Grund für diese erforderliche Qualitätsoptimierung“. Gleichzeitig werden die anderen Standesämter, die ohnehin ein sehr breit gefächertes Wissensspektrum haben müssen, da sie viele Gemeindeaufgaben zu erledigen haben, von diesem sehr komplexen Aufgabenbereich entlastet. Dies schaffe in diesen Gemeinden Ressourcen für andere Bereiche. Die Hochzeit selbst kann wie bisher natürlich  in der jeweiligen Gemeinde durchgeführt werden. Alle Urkunden, mit Ausnahme des erstmaligen Eintrages der Geburt, sind bei jedem Standesamt weiterhin erhältlich.

Beschlüsse bis Jahresende

Bürgermeistersprecher Wilfried Kellermann (Ulrichsberg) erläuterte die weiteren notwendigen Schritte und präsentierte den erforderlichen Grundsatzbeschluss, der in den jeweiligen Gemeinderäten bis Jahresende herbeizuführen ist. Anschließend gilt es im Arbeitskreis, bestehend aus sieben Amtsleiter und Standesbeamten unter der Leitung von  Sabine Griesmann vom Regionalmanagement OÖ, die Gründungsunterlagen vorzubereiten und diese mit dem Land  abzustimmen. Nach Erledigung der bürokratischen Anforderungen und der Vorbereitung  in Rohrbach-Berg wird der Verband am 01. Jänner 2020 seine Tätigkeit aufnehmen.

Der Amtsleitersprecher des Bezirkes Stefan Königseder zeigte sich vom Ergebnis und von der Rückmeldung der Teilnehmer begeistert: „So werden wir das erklärte Ziel eines einheitlichen Standesamts-Verbandes, in dem alle 39 Gemeinden Mitglieder sind, erreichen können“.


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