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Ried bleibt bei eigenständigem Bauhof: Zweidrittel-Mehrheit gegen Fusionspläne

Nach klarem Votum im Gemeinderat ist gemeinsamer Bauhof mit Schwertberg kein Thema mehr

Bürgermeister Ried

„Eine Fusion hätte für unsere Gemeinde fast nur Nachteile“, sagt Ernst Rabl, Bürgermeister von Ried in der Riedmark. Bild: lebe

Die Gemeinde Ried wird sich nicht an einem Projekt für einen gemeinsamen Bauhof mit der Nachbargemeinde Schwertberg beteiligen. Mit einer Mehrheit von 16:9 Stimmen sprach sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstagabend gegen eine Bauhof-Fusion aus. Sozialdemokraten, Freiheitliche und zwei von drei Grünen-Mandataren stimmten gegen eine Zusammenarbeit, die VP-Fraktion sprach sich für die Kooperation aus.

„Wir haben die Fakten sehr sachlich abgewogen und sind zu dem Schluss gekommen, dass ein neuer Bauhof mit Standort in Schwertberg für uns keinen Sinn ergibt“, sagte der Rieder Bürgermeister Ernst Rabl (SP) am Freitagmorgen zu den Mühlviertler Nachrichten. Man wolle vor allem auf die kurzen Kommunikationswege innerhalb der Gemeinde nicht verzichten und nicht „jedes Mal einen Geschäftsführer fragen müssen, ob wir einen Traktor in eine Rieder Siedlung schicken dürfen.“ Bestätigt worden sei die ablehnende Haltung auch bei einem Besuch des gemeinsamen Bauhofs der Gemeinden Ottensheim und Puchenau. Rabl: „Da haben viele, die vorher noch unschlüssig waren, gesehen, dass dieser Weg für Ried der Falsche wäre.“

„Jede Entscheidung eines Gemeinderats ist zu respektieren“, reagiert Schwertbergs Bürgermeister Max Oberleitner (VP) im OÖN-Gespräch auf die Abstimmung in der Nachbargemeinde. „Zu jeder Kooperation gehört ein entsprechender Wille. Wenn der nicht da ist, kann man nichts erzwingen. Leider war es nicht möglich, gemeinsam mit Ried eine langfristige Kostenrechnung für eine Kooperation aufzustellen.“

Schwertberg wird trotz der Absage aus Ried einen neuen Bauhof am Standort Poneggen, neben dem derzeit in Bau befindlichen Altstoff-Sammelzentrum, realisieren. Auf diesen Standort hat sich die Gemeinde bereits vor drei Jahren festgelegt und daran werde man auch festhalten. Weil man bei einem Einzel-Projekt nur rund 20 Prozent Landesförderung lukriert statt der erhofften 87 Prozent bei einer Kooperation – werde man für die Finanzierung aber ein Jahr länger brauchen und den Baubeginn daher erst im Jahr 2020 schaffen.

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Artikel Von Bernhard Leitner 09. November 2018 - 11:25 Uhr
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