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Neue Direktorin an der HLW Perg: "Die Fachschule ist kein Auslaufmodell"

PERG. Eva Wiltberger über Wertevermittlung, internationale Schulkontakte und die digitale Schule.

Neue Direktorin an der HLW Perg: "Die Fachschule ist kein Auslaufmodell"

Direktorin Eva Wiltberger im Foyer der HLW Perg. Bild: (Fotostudio Albin, Au/Donau)

In der vergangenen Woche wurde Eva Wiltberger offiziell zur Leiterin der HLW Perg bestellt. Wie sie die Zukunft der Schule gestalten möchte, verriet die Schwertbergerin im OÖN-Interview.

 

Sie sind seit 1981 Lehrerin an der HLW Perg. Jetzt sind Sie als Leiterin für die Schule verantwortlich. Wie gravierend ist diese Umstellung?

Ich gebe zu: Der Job der Direktorin war eigentlich nicht Teil meiner Lebensplanung. Aber nachdem die erste Ausschreibung kein Ergebnis brachte, haben mich meine Kollegen ermutigt, mich zu bewerben. Nachdem ich schon im vergangenen Schuljahr die provisorische Leitung hatte, fällt die Umstellung jetzt nicht mehr so gravierend aus. Außerdem kenne ich das Haus nach 21 Jahren als Administratorin recht gut.

Berufsbildende Schulen stehen in einem zunehmenden Wettbewerb. Wie rüsten Sie sich für diese Herausforderungen?

Wir hatten bisher viele und sehr gute Schüler. Jetzt kommen einige geburtenschwache Jahrgänge. Daran können wir nichts ändern. Darunter sind vielleicht auch nicht mehr so viele lernstarke Schüler. Das ist eine Herausforderung, der wir uns sehr wohl stellen.

In welcher Form?

Worauf wir sicher achten, ist die Vermittlung gesellschaftlicher Werte: Grüßen, Wertschätzung, Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit und Gewaltlosigkeit. Das ist die Basis für den weiteren Schulerfolg. Ebenfalls zur Persönlichkeitsbildung tragen die internationalen Kontakte bei: 20 Schülerinnen machen heuer ihr dreimonatiges Pflichtpraktikum in Irland, Spanien oder auf Malta.

Eine andere Herausforderung ist die Digitalisierung des Unterrichts – auch an Ihrer Schule?

Wir sind bei der EDV-Ausstattung mit vier Räumen gut aufgestellt. Reine Laptop- oder Tablet-Klassen sehe ich aber eher skeptisch. Erstens kann sich das nicht jede Familie leisten und zweitens bin ich schon der Meinung, dass die zwischenmenschliche Kommunikation nach wie vor wichtig ist.

Sie führen neben der fünfjährigen HLW auch eine dreijährige Fachschule. Ist die nicht etwas aus der Mode gekommen?

Ich möchte die Fachschule unbedingt halten. Sie ist kein Auslaufmodell. Sicher tut uns hier weh, dass die Krankenschwestern-Ausbildung jetzt an eine Matura gekoppelt ist. Aber es gibt auch andere Pflege- und Gesundheitsberufe, auf die wir mit unserer Fachschule gut hinführen können.

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Artikel Bernhard Leitner 17. Februar 2017 - 02:15 Uhr
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