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Nein, diese Suppe ess' ich nicht! Hochkaräter des Theaters im Gym

ROHRBACH-BERG. Maria Hofstätter, Martina Spitzer und Martin Zrost in Rohrbach-Berg zu Gast.

Nein, diese Suppe ess' ich nicht! Hochkaräter des Theaters im Gym

Die Menschheitsgeschichte begann mit einem Akt des Ungehorsams... Bild: (projekt)theater

Maria Hofstätter, Martina Spitzer und der Musiker Martin Zrost grasen auf der Wiese des Ungehorsams. Das tun sie am 21. Oktober, um 20 Uhr, im "Theater im Gym" in Rohrbach-Berg. Die Frage ist, ob jemand, der seine Suppe nicht essen will, einfach nur renitent ist oder ob es vielmehr einen guten Grund gibt. Die Suppe kann ja vergiftet sein. Und würde es nicht auch reichen festzustellen, dass diese Suppe schlecht schmeckt? Und dass es eben eine Frage des Verstandes und des Herzens ist, statt einer schlechten Suppe eine gute Suppe kommen zu lassen? Anhand literarischer Texte versuchen Maria Hofstätter und Martina Spitzer zwischen ironischer Bissigkeit und philosophischer Ernsthaftigkeit diese Fragen zu klären. Zumindest wollen sie die Besucher dazu anregen.

Schlechte Suppen

Denn es scheint ein mysteriöses Prinzip der Politik zu sein, den Bürgern schlechte Suppen vorzusetzen! Jahrhundertelang haben Könige, Priester, Feudalherren, Industrielle und Eltern darauf bestanden, dass Gehorsam eine Tugend und Ungehorsam ein Laster sei. Als textliche Vorlage dient nicht nur der titelgebende Suppenkasper von Heinrich Hoffmann sondern auch Werke von Dostojewski, Kafka, Brecht oder Nestroy. Auch Josef Hader liefert mit seinem "Atonalen Lied" eine Vorlage ebenso wie Fühmanns sieben Geißlein.

Kombiniert mit den rhetorisch-schauspielerischen Fähigkeiten von Hofstätter und Spitzer und musikalisch begleitet von Zrost verspricht der Abend ein vergnüglicher zu werden. Dabei sollten im Kellertheater des Gymnasiums Rohrbach alle möglichen Stimmungen aufkommen: mal kabarettistisch schräg und humorvoll, dann wieder besinnlich ernst.

Dazu passe das Sprichwort: "Wer nur gehorsam ist, ist ein Sklave. Wer nur ungehorsam ist, ist dumm". Aber immerhin habe die Menschheitsgeschichte mit einem Akt des Ungehorsams begonnen. Da sei eben die Frage erlaubt, ob es nicht unwahrscheinlich ist, dass sie mit einem Akt des Gehorsams ihr Ende finden wird.

Karten gibt es im Vorverkauf um 15 Euro und – sollten noch welche übrig sein – an der Abendkasse um 17 Euro. Reservierung: theater@brgrohrbach.at

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Artikel 08. Oktober 2015 - 00:04 Uhr
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